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Full text: Jahresbericht 2003

Seekarten und 
mehr 
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konzipiert und tritt damit an die Stelle ihrer Vorgän 
gerin MERCATOR/BESSEL, die vom Seehydrographi 
schen Dienst der DDR übernommen wurde und vor 
zwei Jahren wegen zu hoher Reparaturkosten als 
unwirtschaftlich außer Dienst gestellt werden musste. 
Gegenüber Vermessungsschiffen mit großem Tief 
gang, die immer weit draußen vor Anker gehen müs 
sen, so dass die Vermessungsboote relativ lange 
Anfahrten in ihr Einsatzgebiet haben, kann die 
CAPELLA mit einem extrem niedrigen Tiefgang von 
nur 1,60 m auch gut in den Watten operieren. 
Besonderer Vorteil ist, dass sich die CAPELLA tro 
cken fallen lassen kann, so dass auch flache, tideab 
hängige Gebiete sehr gut ausgelotet werden können. 
Wie das Mutterschiff haben auch die zwei 8-m-Ver- 
messungsboote einen äußerst geringen Tiefgang. 
Darüber hinaus verfügt die CAPELLA über ein Ar 
beitsschlauchboot mit mobiler Vermessungseinrich 
tung, das noch bei Wassertiefen von ca. 0,5 Meter 
eingesetzt werden kann. Dieses Schlauchboot ist 
auch für Aufnahmen bis dicht an die Hochwasserlinie 
geeignet. 
Bauzeichnung CAPELLA 
Schiffsdaten CAPELLA 
Unterscheidungssignal: 
DBBB 
Vermessung: 
BRZ 552 
Länge über alles: 
43,20 m 
Tiefgang: 
1,60 m 
Geschwindigkeit: 
11 kn 
Für die laufenden Vermessungsarbeiten wurde ein 
spezieller Vermessungsraum an der Rückseite der 
Kommandobrücke vorgesehen. Die Besatzung von 
insgesamt neun Personen ist in Einzelkabinen unter 
gebracht; für mitfahrende Wissenschaftler/Techniker 
ist eine Doppelkammer vorgesehen. 
Seekarten und 
Nautische Veröffentlichungen 
Die vom BSH herausgegebenen amtlichen Seekarten 
und amtlichen Nautischen Veröffentlichungen dienen 
der Ausrüstung der Schifffahrt mit den nach dem 
Internationalen Schiffssicherheitsvertrag (SOLAS) 
vorgeschriebenen aktuellen amtlichen Seekarten und 
Seebüchern. 
Trotz des flachgehenden Unterwasserschiffes muss 
das Schiff über eine gute Kursstabilität sowie gute 
Manövereigenschaften verfügen. Dazu wurden 
umfangreiche Modellversuche in der Hamburgischen 
Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA) durchgeführt. Am 
Ende der Versuche entstand ein Schiff, dessen Wel 
lenentwicklung für ein Fahrzeug dieser Größe und 
Geschwindigkeit als hervorragend bezeichnet wer 
den kann. Mit der Abwicklung des Schiffneubaus war 
die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) beauftragt. 
Das BSH vertreibt seine amtlichen Publikationen aus 
schließlich über Zwischenhändler, wie den Buchhan 
del, Sportbootausrüster sowie spezielle BSH-Ver- 
triebsstellen. Dies sind Fachhändler, die sich vertrag 
lich verpflichtet haben, für ein oder mehrere Seege 
biete ein eigenes Lager von BSH-Seekarten und 
-Seebüchern zu führen und die Artikel bis zum Wei 
terverkauf an den Kunden auf den aktuellen Stand zu 
berichtigen.
	        
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