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Full text: Jahresbericht 2006

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Geodät en-Management 
Geodäten 
Für Meeres- und Küstenschutz, für die Offshore 
industrie, für die Sicherheit und Leichtigkeit der Schiff 
fahrt sowie für eine integrierte marine Raumplanung 
sind umfassende und fachübergreifend verwendbare 
hydrographische und ozeanographische Geolnfor- 
mationen eine Grundvoraussetzung. Das Messen, 
Erfassen und Auswerten solcher Geodäten gehört zu 
den Kernaufgaben des BSH. Dabei ist es besonders 
wichtig, dass Geodäten aus verschiedenen Themen 
bereichen schnell und einfach miteinander verknüpft, 
gemeinsam visualisiert, analysiert und interpretiert 
werden können. 
Aufbau einer zentralen Geodaten- 
Infrastruktur 
Das BSH hat damit begonnen, für seine gesamten 
Geobasis- und Geofachdaten eine neue zentrale 
Geodaten-Infrastruktur (GDI-BSH) aufzubauen, um die 
kombinierte Nutzbarkeit der BSH-Geodaten für den 
internen wie auch externen Gebrauch zu optimieren. 
Dies ist zugleich ein Beitrag zu der deutschen Geo 
daten-Infrastruktur (GDI-DE), die gegenwärtig unter 
der Federführung des Bundesinnenministeriums 
aufgebaut wird, sowie zu dem Projekt „Infrastructure 
for Spatial Information in Europe“ (INSPIRE) der 
Europäischen Union. Ziel ist es, dass künftig jedes 
EU-Mitglied seine Geodäten online in nationalen und 
europäischen Geodatenportalen verfügbar macht. 
Die Geodäten des BSH bilden im Rahmen der deut 
schen Geodaten-Infrastruktur das Fundament für die 
deutschen Meeresdaten. 
In dem auf drei Jahre angelegten BSH-Projekt wurde 
2006 zunächst die notwendige technische Infrastruk 
tur installiert und mit den umfangreichen Program 
mierarbeiten begonnen. Ausgewählte Geodäten 
aus den bestehenden BSH-Informationssystemen 
CONTIS, NAUTHIS und MEDIAN wurden in die GDI 
eingebunden. Über das geplante Geoportal des BSH 
werden diese sowie weitere Geodäten als Internet- 
Mapplng-Services inklusive beschreibender Meta 
daten bereits Im laufenden Jahr für meereskundllche 
und nautische Fachanwendungen verfügbar sein. 
Weitere Geodaten-Fachanwendungen werden schritt 
weise mit dem Ausbau der GDI-BSH einbezogen. 
Geodaten-Fachanwendungen 
CONTIS - Continental Shelf Information System 
CONTIS Ist eine Meeresdatenbank, die auf einen 
Blick zeigt, wie der Meeresraum heute und morgen 
genutzt wird. Die Geodäten aus CONTIS umfassen 
beispielsweise die Schifffahrtswege, bestehende 
und geplante Offshore-Nutzungen und ökologische 
Schutzgebiete In Nord- und Ostsee. CONTIS stellt 
diese Daten gebündelt In Form digitaler Karten zur 
Verfügung. In Vorbereitung der GDI-BSH wurde 
2006 der Web-Kartendlenst von CONTIS grund 
legend überarbeitet. 
MEDIAN - Meereskundliches Daten-, Informations 
und Analysesystem 
MEDIAN ist ein datenbankbasiertes Werkzeug, mit 
dessen Hilfe der aktuelle Meereszustand jederzeit 
visualisiert und Interpretiert werden kann. 2006 wur 
den die umfassenden meereskundllchen Daten 
bestände neu strukturiert und In einer zentralen 
Geodatenbank auf Grundlage des „ArcGIS Marine 
Data Model“ fachübergreifend zusammengefasst. 
Mit Blick auf die künftige GDI-BSH wurden mehrere 
Internet-Mapplng-Dienste eingerichtet, die den Nut 
zern meereskundllche Informationen jeweils inhaltlich 
gebündelt anbieten. U. a. wurde für die geogra 
phische Visualisierung von Informationen aus der 
Datenbank „Gewässerverunreinigungen“ ein Internet- 
Map-Service neu angelegt. 
NAUTHIS - Nautisch-Hydrographisches Informations 
system 
Mit NAUTHIS wird ein Informationssystem entwickelt, 
mit dem die für die Produkte des BSH benötigten
	        
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