accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Jahresbericht 2007

Beobachten + Vorhersagen 
75 
ln diesem Schlickfallgebiet wird seit August 2005 
(Nähe Tonne E3) auch Sediment aus dem Hamburger 
Hafen abgelagert. 2007 wurden In diesem Gebiet, 
wie In den vorangegangenen Jahren seit 2005, 
deutlich erhöhte Gehalte der Metalle Quecksilber, 
Zink, Kupfer, Cadmium und Silber gemessen. Der 
mittlere Quecksilbergehalt In der Feinkornfraktion des 
Oberflächensedimentes übersteigt Im Jahr 2007 hier 
den Wert aus den Jahren vor 2005 um den Faktor 
zwei bis drei. 
Wie In den Vorjahren wies die Schwermetallverteilung 
Im Ostseewasser Im Jahr 2007 keine deutlichen oder 
gesundheitsgefährdenden Veränderungen auf. Regi 
onale Konzentrationserhöhungen wie sie z. B. In den 
letzten Jahren Immer wieder In der westlichen Ostsee 
zu beobachten sind und In 2006 für die gelösten 
Kupferkonzentrationen beobachtet wurden, werden 
auf eine windinduzierte, bodennahe Durchmischung 
und den damit verbundenen sehr variablen Schweb 
stoffanteil In der Wassersäule zurückgeführt: Durch 
die Filtration der Proben werden Partikel >0,4 pm 
zurückgehalten, während Partikel <0,4 pm das Filter 
passieren. 
Veränderungen, die kurzzeitig durch den Salzwas 
sereinbruch Im Februar 2003 hervorgerufen wurden, 
spiegeln sich In den Langzelttrends kaum wider. 
Unterhalb der Redoxkllnen, die 2007 bei ca. 130 m 
angetroffen wurde, wurde ein Rückgang der gelösten 
Metallkonzentrationen für Cadmium, Kupfer und Zink 
beobachtet. Bel den hohen Blelkonzentratlonen In der 
westlichen Ostsee kann eine Probenkontamination 
nicht ausgeschlossen werden. Weiterhin Ist eine 
leichte Zunahme der schwebstoffgebundenen Cad 
mium-, Kupfer- und Zinkkonzentrationen zu verzeich 
nen, die auf die Stabilisierung einer weiteren Stagna- 
tlonsperlode schließen lässt. Insgesamt gesehen 
hatte der Salzwassereinbruch 2003 vor allem einen 
Einfluss auf die Langzelttrends der Metallkonzentrati 
onen Im Tiefenwasser der zentralen Ostsee. Insofern 
bietet sich jetzt, ähnlich wie 1995, die außergewöhn 
liche Chance, die Veränderung der Metallkonzentra 
tionen während der Stabilisierung des anoxlschen 
Tiefenwasserkörpers, sowie deren Rückkopplungs- 
mechanlsmus auf das Oberflächenwasser während 
einerweiteren Stagnationsperiode zu beobachten. 
Die Schwermetallkonzentrationen In den Oberflächen 
sedimenten der BLMP-Statlonen variieren Innerhalb 
der bekannten Grenzen und unterscheiden sich für 
die untersuchten Regionen. Bisher kann jedoch noch 
kein gesicherter zeitlicher Trend für die einzelnen 
Stationen festgestellt werden (1998 bis 2007). 
Organische Schadstoffe 
Der größte Teil der heute bekannten 18 Mio. che 
mischen Verbindungen sind organische Stoffe. 
Von diesen besitzen ca. 20000 eine Industrielle 
Bedeutung und werden In größeren Mengen herge 
stellt. Etwa 2000 Stoffe werden als umweltrelevante 
Schadstoffe angesehen well sie giftig (toxisch) oder 
In der Umwelt beständig (persistent) sind und/oder 
sich In der Nahrungskette anreichern können (bloak- 
kumullerbar). Das BSH bestimmt Im Rahmen seiner 
Monitoring-Untersuchungen bis zu 120 verschiedene 
Schadstoffe Im Seewasser, In Schwebstoffen und 
In Sedimenten. Zusätzlich zu den routinemäßig Im 
Mal und August durchgeführten Überwachungs 
fahrten In die Deutsche Bucht erfolgten 2007 auch 
Im November Untersuchungen, um die saisonalen 
Schwankungen der Schadstoffbelastung genauer zu 
erfassen. 
Die meisten Schadstoffe wurden 2007 In ähnlichen 
Konzentrationen wie In den Vorjahren beobachtet. 
Die In den Vorjahren In der Elbe und Im Elbe-Ästuar 
beobachteten erhöhten Konzentrationen von a- und 
ß-HCH (Nebenprodukte des Insektizids Llndan) 
wurden nicht mehr festgestellt. Im Mal wurden für alle 
HCH-Isomere die niedrigsten Konzentrationen In den 
seit mehr als 30 Jahren bestehenden Messreihen 
beobachtet. 
Die Konzentrationen vieler „klassischer“ Schadstoffe 
sind In der Nordsee In den letzten Jahren zurück
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.