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Volltext : Jahresbericht 2007

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Geodät  en-Management

NAUTHIS  -  Nautisch-Hydrographisches  Informationssystem ­

Mit  NAUTHIS  wird  ein  Informationssystem  entwickelt,
mit  dem  die  für  die  Produkte  des  BSH  benötigten
hydrographischen  Geoinformationen  zentral  gesammelt ­
  und  fortgeführt  werden.  Damit  ist  NAUTHIS  ein
wesentlicher  Baustein  der  GDI-BSH.  Die  Besonderheit ­
  von  NAUTHIS  besteht  darin,  dass  künftig  alle
Seekarten  und  Seebücher  -  digital  oder  gedruckt  -
direkt  aus  dieser  Datenbank  generiert  werden  können.
Grundlage  von  NAUTHIS  ist  der  S-57-Daten-Standard
der  IHO.  Da  es  am  Weltmarkt  noch  keine  ausgereiften ­
  Software-Produkte  gibt,  die  den  empfohlenen
IHO-Standards  und  den  Anforderungen  des  BSH  entsprechen, ­
  ist  das  BSH  ein  Joint  Venture  mit  der  kanadischen ­
  Firma  CARIS  eingegangen,  die  Software  für
Geographische  Informationssysteme  (GIS)  herstellt.
Unter  der  Bezeichnung  Hydrographie  Production
Database  (HPD)  wird  in  enger  Zusammenarbeit  mit
dem  BSH  eine  Software  für  die  Herstellung  von  digitalen ­
  und  analogen  Seekarten  mit  NAUTHIS  entwickelt.
2007  wurde  die  Software  von  dem  kanadischen  Partner ­
  um  neue  bzw.  verbesserte  Funktionalität  ergänzt;
außerdem  wurden  verbesserte  Softwaremodule  des
HPD  in  den  Produktionsbetrieb  eingeführt.  Hier  sei
insbesondere  das  Modul  zur  Herstellung  von  Papierseekarten ­
  genannt,  mit  dem  Anfang  2008  erstmalig
eine  Papierkarte  aus  den  NAUTHIS-Daten  hergestellt
und  veröffentlicht  worden  ist.  In  Zukunft  genügt  es
nicht  mehr,  digitale  Produkte  wie  z.  B.  ECDIS-Daten
nur  aus  der  Digitalisierung  der  gedruckten  Seekarten
abzuleiten.  Um  die  gestiegenen  Anforderungen  an
Positionsgenauigkeit  und  Nutzungsmöglichkeit  der
Daten  zu  erfüllen,  müssen  Grundlageninformationen
verarbeitet  werden.  Im  Zuge  der  Einführung  von
NAUTHIS  in  den  Wirkbetrieb  ist  daher  für  die  deutschen ­
  Seegebiete  mit  dem  Aufbau  einer  Geobasisdatenbank
  mit  hoher  räumlicher  Auflösung  und  Genauigkeit ­
  begonnen  worden  -  eine  Aufgabe,  die  einer ­
  Neukartierung  der  gesamten  deutschen  Küstenund
  Seegebiete  gleichkommt.  Der  Aufbau  der  NAU-THIS-Datenbank
  mit  Basisdaten  im  Standard  S-57
wurde  im  Bereich  der  Nordsee  fortgesetzt.

Projekt  Shelf  Geology  Explorer
Die  Entwicklungsarbeiten  für  den  Betrieb  des  meeresgeologischen ­
  Fachinformationssystems  „Shelf  Geology ­
  Explorer“  wurden  abgeschlossen.  Mit  diesem
Informationssystem  werden  künftig  die  vielfältigen
Informationen  des  BSH  zum  Aufbau  und  zur  Dynamik
des  Meeresbodens  in  Nord-  und  Ostsee  als  GIS-Datensätze
  in  einer  Weise  verfügbar  gemacht,  die  den
Anforderungen  an  eine  moderne  Geodateninfrastruktur
  gerecht  werden.  Zur  Zeit  sind  im  Shelf  Geology
Explorer  Fachinformationen  zur  Sedimentverteilung  auf
dem  Meeresboden  in  unterschiedlichen  Maßstäben
ebenso  verfügbar  wie  Kernbeschreibungen  von  über
2400  Bohrungen  und  über  40000  km  an  hydroakustischen ­
  Profilschnitten.
Deutsches  Ozeanographisches  Datenzentrum
Das  vom  BSH  betriebene  DOD  als  Nationales
Ozeanographisches  Datenzentrum  wurde  2007
40  Jahre  alt.  Seine  Gründung  geht  zurück  auf  die
Mitgliedschaft  Deutschlands  in  der  IOC  der  UNESCO.
Zwei  Ziele  standen  dabei  im  Vordergrund:
-  Sammlung  aller  ozeanographischen  Beobachtungsdaten ­
  der  deutschen  wissenschaftlichen
Institute  und
-  Erfüllung  der  internationalen  Austauschverpflichtungen ­
  entsprechend  lOC-Richtlinien.
Ergänzt  wurden  diese  Aufgaben  später  um  einen
Datendienst,  der  die  Sammlung  und  Archivierung
aller  Berichte  von  Forschungsreisen  beinhaltet,  sowie ­
  durch  die  Meeresumwelt-Datenbank  (MUDAB),
die  das  BSH  gemeinsam  mit  dem  UBA  für  das
Bund/Länder-Messprogramm  für  die  Meeresumwelt
von  Nord-  und  Ostsee  (BLMP)  führt.
Heute  umfasst  der  Datenbestand  des  DOD  Daten
und  Informationen  von  fast  10000  Reisen  und
286000  Stationen  mit  insgesamt  55  Millionen  Datensätzen. ­
  Mit  zzt.  808  Parametern  zu  physikalischen,
chemischen,  radiochemischen  und  biologischen  Messungen ­
  nimmt  die  Anzahl  der  Parameter  ständig  zu;
            
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