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Full text: Jahresbericht 2007

Geodaten-Management 
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Geodäten 
ln der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft 
erhalten Geodäten eine Immer größere wirtschaftliche 
Bedeutung und können entscheidend zum Standort 
vorteil eines Landes oder einer Region beitragen. 
Die vom BSH erfassten und prozessierten hydro- und 
ozeanographlschen Geodäten sind eine wesentliche 
Grundlage für den effektiven Meeres- und Küsten 
schutz, für die Sicherheit und Leichtigkeit der Schiff 
fahrt, für alle Aktivitäten der Offshore-Industrle, sowie 
für eine Integrierte marine Raumplanung. 
Für die Lösung der verschiedenen Problemstellungen 
Ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Fachdaten 
schnell und einfach miteinander verknüpft werden 
können, um mit Hilfe einer harmonisierten Visualisie 
rung und Analyse eine möglichst umfassende Inter 
pretation zu ermöglichen. Mit der Geodaten-Infrastruk- 
tur des BSH wird ein Werkzeug zur Verfügung gestellt, 
das sowohl den externen Zugriff auf BSH-Geodaten 
als auch den fachinternen Austausch vereinfacht. 
Aufbau einer zentralen Geodaten- 
Infrastruktur 
Das BSH baut gegenwärtig eine zentrale Geodaten- 
Infrastruktur (GDI-BSH) auf, In der künftig die ge 
samten Geobasls- und Geofachdaten des BSH zur 
Verfügung gestellt werden sollen. Mit der GDI-BSH 
werden die verschiedenen Geodäten des BSH kom 
patibel, wodurch eine optimale Nutzbarkeit für den 
Internen und externen Gebrauch erreicht wird. 
2007 wurde die erste Installation des Geodaten- 
portals fertiggestellt. Neben der Suchmöglichkeit 
nach Geodäten über Metadaten wurden Internet- 
Kartendlenste für die folgenden Fachsysteme ein 
gerichtet: 
• Geobaslsdaten des Nautisch-hydrographischen 
Informationssystems (NAUTHIS), 
• Daten des marinen Umweltmessnetzes (MARNET), 
• Daten des operationeilen Modellsystems des BSH, 
• Wasser- und Sedimentdaten aus der Meeresum 
weltdatenbank (MUDAB), 
• Informationen des Continental Shelf Information 
System (CONUS), 
• Daten der Schiffs- und Stationsmeldungen aus 
dem Global Telecommunication System (GTS), 
• Oberflächentemperaturkarten und -daten für 
Nord- und Ostsee, 
• Chlorophyll- und Temperaturdaten aus der Fern 
erkundung, 
• Daten der Datenbank der Gewässerverunreini 
gungen sowie 
• Stationsmeldungen aus dem Eisdienst. 
Gleichzeitig Ist das meereskundllche Daten-, Infor 
mations- und Analysesystem (MEDIAN) In die GDI- 
BSH überführt worden. 
Das BSH liefert mit seiner GDI einen Baustein für die 
nationale Geodatenbasls, das Geodatenportal des 
Bundes (GDI-DE). Über diese GDI-DE werden die 
Daten des BSH auch für die europäische Initiative 
„Infrastructure for Spatial Information In Europe“ 
(INSPIRE) zugänglich, In der alle EU-MItglleder Ihre 
Geodäten über ein gemeinsames Portal bereitstellen. 
Geodaten-Fachanwendungen 
CONTIS - Continental Shelf Information System 
In CONTIS wurden die Geolnformatlonen zu Offshore- 
Nutzungen In Nord- und Ostsee, vor allem für die 
deutschen Meeresgebiete, weiter laufend aktualisiert. 
Insbesondere wurden aus diesem Informationssystem 
heraus eine Reihe von Karten für das Verfahren nach 
dem UN/ECE-Überelnkommen über die Umwelt- 
verträgllchkeltsprüfung Im grenzüberschreitenden 
Rahmen („Espoo-Konventlon“) für die geplante Gas- 
pipeline „Nord Stream“ erstellt. Die CONTIS-Geoda- 
tenbank war außerdem eine wesentliche Grundlage 
für die Entwurfserstellung eines Raumordnungsplans 
In der AWZ von Nord- und Ostsee. Daneben wurden 
für die Web-Kartendlenste, die Im Zuge der GDI-BSH 
geplant sind, Metadatenkataloge für die einzelnen 
CONTIS-Dlenste erstellt.
	        
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