Das Team bereichert auch Dr. Ingo Weinberg.
Er ist Umweltwissenschaftler mit dem Schwer-
punkt Umweltchemie, hat danach in Meeres-
chemie promoviert. „Meine Leidenschaft für
das Thema erkennt man schon am Namen
meines Studiums“ sagt er lachend. Weinberg
Jntersucht mit weiteren Beschäftigten im
„Meereschemischen Labor - Schifffahrt und
Umwelt des BSH“, wie Schadstoffe ins Meer
gelangen und erarbeitet Konzepte, wie stoff-
liche Emissionen gesenkt werden können.
Konkret prüft er in seiner Arbeit etwa wie not-
wendige Korrosionsschutzmaßnahmen mög-
lichst umweltfreundlich umgesetzt werden
können. In sein Aufgabengebiet fällt auch
die Analyse, welche Stoffe beim Bau der
Windparks verwendet werden dürfen. Zusam-
men mit anderen Beschäftigten führt Wein-
berg zudem Forschungsprojekte in diesem
Themenbereich durch.
Für ihn liegt der Reiz der Arbeit in der unmittel-
baren Anwendbarkeit von wissenschaftlichen
Erkenntnissen und der Interdisziplinarität. Und:
„Es ist jedes Mal wieder eine Herausforderung,
die wissenschaftlichen Erkenntnisse in anwend-
bare Vorschriften umzusetzen“, sagt Weinberg.
Die juristische Perspektive steuert stellvertre-
tend für weitere Beschäftigte Milena Potocki
bei. „Ich sorge dafür, dass alle Vorschläge
und Planungen rechtskonform und umsetz-
bar sind. Meine Arbeit ist entscheidend, damit
Verfahrensfehler vermieden werden und die
Abwägung zwischen verschiedenen Interessen
gelingt“, sagt Potocki. Das ist alles andere als
trivial, denn die Planung der Offshore-Wind-
energie ist ein vergleichsweise neues Rechts-
gebiet. Die Rechtsgrundlagen werden immer
wieder aktualisiert, Urteile und Kommentie-
rungen gibt es wenig.
Der Ende Januar 2025 veröffentlichte FEP:
Die dunkelorange markierten Flächen sind
vom BSH für die Nutzung durch Offshore-
Windparks freigegeben. Weiter nordwestlich
im sogenannten „Entenschnabel“ hat das
BSH die als beige markierten Gebiete für
zukünftige Offshore-Windparks festgelegt.
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