BSH kompakt
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UNVERZICHTBAR
Monitoring für gesundes Ökosystem
Umweltuntersuchungen sind unverzichtbar,
um Naturvorgänge im Meer
beurteilen zu können. Welchen
Belastungen, die das ökologische
Gleichgewicht beeinträchtigen
können, sind Nord- und Ostsee
ausgesetzt? Wie reagiert das
Ökosystem auf Veränderungen,
z. B. durch neue Meeresnutzungen?
Dieses lässt sich nur beantworten,
wenn Entwicklungen kontinuierlich
beobachtet und analysiert werden.
Das BSH untersucht Nord- und Ostsee
regelmäßig u. a. auf Belastungen
mit Schad- und Nährstoffen. Im BSH-Labor
erfolgt die exakte chemische
Analyse der Wasser-, Schwebstoffund
Sedimentproben, die die Wissenschaftler
von den Forschungs- und
Monitoringfahrten mitbringen. Diese
Ergebnisse zusammen mit den Daten,
die das BSH über sein automatisches
Messnetz gewinnt - physikalische
Parameter wie Strömung, Seegang,
Salzgehalt und Temperatur sowie
Radioaktivität, Nährstoff- und
Sauerstoffkonzentrationen und
meteorologische Parameterermöglichen
es, den Zustand von
Nord- und Ostsee zu bewerten
und langfristig ursächliche
Zusammenhänge aufzuzeigen.
Insgesamt zeigen die Analysen für
die Nordsee, dass die Konzentrationen
vieler Schad- und Nährstoffe
deutlich zurückgegangen und
heute erheblich niedriger sind
als noch vor 20 Jahren. Ähnlich
ist auch die Umweltsituation in
der Ostsee, die aufgrund ihrer
natürlichen Gegebenheiten ökologisch
besonders sensibel ist. Nach
wie vor größtes Problem dort ist die
Überdüngung durch Nährstoffe, die
zu einer vermehrten Planktonblüte
und so zu einer zusätzlichen Sauerstoffzehrung
führt.
2007
Insgesamt 10 Monitoring- und Forsühungsfahrten
zur physikalischen
und ökologischen Bewertung von
Nord- und Ostsee, auch im Hinblick
auf die Auswirkungen des
Klimawandels;
Ozeanographische Umweltmessungen
an der Forschungsplattform
FIN01 (40 km nördlich von Borkum)
sowie technische Vorbereitung
von Umweltmessungen
auf der neuen FIN03 (140 km
nordwestlich von Sylt);
Fortsetzung der technischen Modernisierung
des Meeresumwelt-Messnetzes
MARNET, u. a. Grundüberholung
der Großtonne NSB II;
BSH-Projektbeteiligungen zum Aufbau
eines ozeanographischen
Datenmanagementsystems (EU-Projekt
ECOOP) und Ausbau des
Verbundes ozeanographischer
Datenzentren (EU-Projekt SeaDataNet);
Wahrnehmung der Sekretariatsfunktionen
im Rahmen des Bund/
Länder-Messprogramms für die
Meeresumwelt von Nord- und
Ostsee (BLMP).