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Full text: 69, 1941

392 Annalen der Hydrographie und Maritimen Mleteorologie, Dezember 1941, 
Man liest H’ ab und bringt die durch den Faktor f gegebene Verbesserung nach 
Fig. 2 an. H’.f wird dann um C verbessert, wobei C aus Tabelle 3 nach Eingehen 
mit der Temperatur des Quecksilbermanometers entnommen wird. Mit H'-f+C 
geht man dann als ausreichend genauem Näherungswert von H in Tabelle 2 ein 
und erhält H durch Anbringen des sich für K ergebenden Wertes an H'’.f+C., 
Für jede Druckluftpegel-Anlage sind f, C und K gesondert zu berechnen, 
eine Arbeit, die aber unumgänglich und für die Dauer lohnend ist. 
Eine technische Schwierigkeit liegt beim Druckluftpegel darin, daß die 
Rohrleitung von der Tauchglocke zum U-Rohr absolut dicht halten muß und 
sich nicht durch Schwitzwasser dichtsetzen darf. Regelmäßige Kontrollablesungen 
am Lattenpegel sind deshalb anzuraten. Muß man nach einer solchen den Pegel 
neu einstellen, so ist bei der Ablesung des Lattenpegels die Lage seines Nulls 
zum Tauchglockenunterrand zu berücksichtigen, 
Aus Formel (14) findet man ; 
„‚ H-—-C—K 
(16) MW 
und stellt durch Einpumpen oder Ablassen von Luft in die Rohrleitung bzw. 
aus ihr die Schreibfeder auf das nach Formel (16) bestimmte H’ ein. In Formel (16) 
kann man für f auch die Fig, 2 benutzen, aber mit entgegengesetztem Vorzeichen 
bei den Promille-Beträgen, da f hier im Nenner steht. 
Wird eine über einen senkrechten Tisch vorbeigezogene Registrierpapier- 
rolle verwendet, so ist das Anbringen einer Basisfeder erforderlich, um kleine 
Bewegungen der Papierfläche in senkrechter Richtung während des Transportes 
leststellen zu können. Zur Kontrolle der Papierverzerrung durch wechselnde 
Feuchtigkeit dienen zwei in bekanntem Abstand übereinander angebrachte Basis- 
tedern. Es ist richtig, die Basisfedern so anzubringen, daß sie mit der registrieren- 
den Feder des Meßschenkels in einer senkrechten Geraden liegen, um Lage und 
Verzerrung des Papiers für den jeweiligen Zeitpunkt der Aufzeichnung zu erhalten, 
Benutzt man den Druckluftpegel in der geschilderten Weise, so kann man 
damit rechnen, daß seine Fehler fast immer unter 2 cm bleiben, was in der Regel 
genügen dürfte. Das Gerät erfordert aber den Betrieb eines guten Thermographen 
zur Aufzeichnung der U-Rohrtemperatur und vor allem sorgfältige Betreuung durch 
einen in technischen Dingen nicht unerfahrenen Wärter. Der Betrieb eines Druck- 
luftpegels in größerer Entfernung von der Dienststelle, wo seine Wartung nicht 
durch betriebseigenes Personal durchgeführt werden kann, ist deshalb nicht 
ratsam. In solchen Fällen sind einfache Schwimmerpegel besser geeignet. 
Literatur, 
1. Prof, Dr. Wilhelm Seibt: Beseitigung von Fehlerquellen bei pneumatischen Pegeln. Centralbl. 
d. Bauverw. 1896, 8. 202, 
2, Prof, Dr. Wilhelm Seibt: Der selbsttätige Druckluftpegel, System Seibt-Fuess. Zeitschr, £ 
Instrumentenkunde, 1897, S. 81, 
3. Ing. Otto Seitz: Flüssigkeitspegel mit pneumatischer und hydrostatischer Übertragung. Arch, 
£. techn. Messen. VY. 1123 — 2 
Die beiden Verfasser der drei Abhandlungen verzichten auf eine Berech- 
nung des Wertes von h und fassen‘ diesen als Meßfehler auf, behandeln aber 
jas Korrekturglied B und, vor allem die Notwendigkeit, die U-Rohr-Temperatur 
zu berücksichtigen, gar nicht. Um den durch die Vernachlässigung von h ent- 
stehenden Fehler ganz auszuschalten, h also stets konstant gleich O zu halten, 
empfiehlt Prof. Seibt in seiner ersten Abhandlung, soweit es sich um den hier 
besprochenen Druckluftpegel ohne ständige Luftzufuhr handelt, die Tauchglocke 
durch ein langes Rohr gleichen Volumens mit kleinem Querschnitt zu ersetzen. 
Dieses Rohr soll in der Horizontalebene, die mit dem Unterrand der Tauchglocke 
übereinstimmt, spiralig aufgewickelt sein. Die sich in diesem langen Rohr be- 
wegenden Wassermassen würden aber eine zu starke Reibung an der inneren 
Röhrenwandung erfahren. Darum kehrt Prof. Seibt zur Tauchglocke zurück. 
Um nun die vorkommenden Werte für h sehr klein zu halten, fordert er einen 8o 
großen Querschnitt für die Glocke, daß h den Wert 1 cm nicht übersteigen kann. 
Ing. Seitz geht in seinen Forderungen nicht so weit und läßt Werte von h 
bis zu 5 em als Fehler zu.
	        
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