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Full text: Jahresbericht 2014 - Hydrographie heute - Meeresdaten vielfältig nutzen

Maritimer Dienstleister BSH 9 
Schwerpunktbibliothek für die Sondersam 
melgebiete „Physikalische Ozeanographie“ 
und „Seekarten“. Eine weltweit einmalige 
historisch-wissenschaftliche Sammlung 
von Flaschenpost-Briefen gibt Auskunft 
über die Methoden, mit denen früher 
Meeresströmungen erforscht wurden. 
Labor Sülldorf 
Chemische Untersuchungen des Meer 
wassers und des Meeresbodens führt das 
BSH im Labor Sülldorf in Hamburg durch. 
In Laboren für spezielle Stoffe wie Stron 
tium/Cäsium und Tritium sowie Transurane 
(radioaktive Stoffe) und andere Einträge 
wird das Meerwasser unter anderem auf 
stoffliche Einträge durch die Nutzung der 
Meere untersucht. Der „genetische Finger 
abdruck“ von Öl wurde im Labor in Sülldorf 
entwickelt. Er erlaubt, gerichtsfest die 
Quelle von Ölverschmutzungen nachzu 
weisen. 
Laborgebäude Stintfang 
Mit dem Magnetkompasslabor befindet 
sich auf dem Hamburger Stintfang eine 
weltweit einzigartige Spezialkonstruktion 
für die Prüfung von Magnetkompassen. Es 
ist in einem Gebäude untergebracht, das 
aus amagnetischen Materialien erbaut 
wurde. Integrierte elektrische Spulen 
ermöglichen die Simulation aller Magnet 
felder der Erde. 
Rostock 
Das BSH Rostock ist seit 2003 in einem 
Gebäudekomplex auf dem Gelände der 
ehemaligen Neptunwerft untergebracht. 
Es ist ein, mit Hamburg gleichberechtig 
ter, Dienstsitz des BSH, der Präsidentin 
und Sitz des Vizepräsidenten. Gleichzeitig 
ist es das Zentrum für nautische Hydro 
graphie in Deutschland. Hier finden alle 
Bearbeitungsschritte zur Herstellung von 
Seekarten oder anderen Nautischen 
Veröffentlichungen statt - von der Ana 
lyse und Verarbeitung der Ergebnisse aus 
der Seevermessung über die Redaktion 
nautischer Veröffentlichungen bis zum 
Druck der Seekarten und Seebücher 
und der Herausgabe elektronischer 
Seekarten. 
Auch der Eisdienst für Nord- und Ostsee, 
der Wasserstandvorhersagedienst für die 
Ostsee und eine Außenstelle der Biblio 
thek einschließlich des nationalen Seekar 
tenarchivs sind im BSH Rostock unterge 
bracht. 
Den großen Bedarf an Rechenleistung für 
alle im BSH eingesetzten Datenbanken für 
die Erstellung digitaler Seekarten, die 
mathematischen Vorhersagemodelle für 
die Wasserstände oder für Driftberechnun 
gen, aber auch die zahlreichen Datenban-
	        
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