68 Zusammenarbeit
Warten auf die ersten Gäste: Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH,
Detlev Machoczek, Ozeanograph, Dr. Bernd Brügge, Abteilungsleiter Meereskunde,
Dr. Mathias Jonas, Abteilungsleiter Nautische Hydrographie, Dr. Nico Nolte,
Referatsleiter Ordnung des Meeres (v.l.n.r.)
effizient und gerichtsfest sein. Nur dann
können sie bei einer strafrechtlichen
Verfolgung von Ölverschmutzungen
eingesetzt werden.
Die ersten Mitglieder der OSINET-Gruppe
kamen aus den sieben Staaten des
Bonn-Abkommens. Heute umfasst die
OSINET-Arbeitsgruppe 50 Wissenschaftle-
rinnen und Wissenschaftler aus 25 Labora
torien aus 20 Ländern.
Ostseetag 2014: Vernetzte Ostseefor
schung für gute Meerespolitik
Am 23. Mai 2014 fand im Stadthafen der
Hansestadt Rostock der erste Ostseetag
statt. Unter dem Motto „Meeresforschung
aktuell - Wissen aus erster Hand“ stellten
auf sieben Themeninseln das Leibniz-Insti-
tut für Ostseeforschung Warnemünde
(IOW), das Thünen-Institut für Ostsee
fischerei, das Deutsche Meeresmuseum
Stralsund und das BSH erstmalig gemein
sam ihre Arbeit vor. Sie zeigten ein um
fassendes Bild der Ostsee mit den na
turwissenschaftlichen Grundlagen ihres
Ökosystems, der intensiven Nutzung durch
den Menschen im Zuge von Fischerei,
Schifffahrt und Offs ho re-Wind kraft und der
Auswirkungen von Überdüngung, Ver
schmutzung und Klimawandel. Auch die
Bewohner der Meere, die Robben und
Wale, waren Thema des Ostseetags. Die
vier Einrichtungen aus der Gundlagenfor-
schung und aus der angewandten For
schung informierten über ihr Zusammen
wirken. Sie präsentierten aktuelle
Ergebnisse ihrer Forschung und erläuter
ten zu erwartende Klimaveränderungen.
Die drei Forschungsschiffe ELISABETH
MANN BORGESE, DENEB und CLUPEA
lagen in Rostock an der Ausstellungsfläche
und standen für die interessierte Öffent
lichkeit offen. Die Veranstaltung war Teil
einer Reihe maritimer Veranstaltungen in
Deutschland unter dem Motto „Das Meer -
unser blaues Wunder“, die auf die Bedeu
tung von Nutzung und Schutz der Meere
hinweisen sollten.