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Quelle für Rohstoffe und Energie hin. „Eine
nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung der
Meere können wir nur sicherstellen, wenn
wir die Nutzung der Meere und den Schutz
der Meere sauber austarieren“, so Monika
Breuch-Morltz.
Herr Dr. Holzwarth hob hervor, dass die
regionalen und globalen Meeresschutzüber
einkommen bisher bereits große Erfolge Im
Meeresschutz erreicht hätten: „National
staaten allein können keinen erfolgreichen
Meeresschutz sicherstellen. Erst die Koordi
nierung und Bündelung der Maßnahmen auf
regionaler, europäischer und globaler Ebene
ermöglicht es, den notwendigen Schutz der
Meeresökosysteme zu gewährleisten“, be
tonte Herr Dr. Holzwarth.
Als Hauptredner für die Eröffnungsveranstal
tung konnte der ehemalige Umweltbundesmi
nister und ehemaliger Executive Director des
Umweltprogramms der Vereinten Nationen,
Prof. Dr. Klaus Töpfer, gewonnen werden.
Er sprach - nach 1993 und 1998 - bereits
zum dritten Mal auf dem Meeresumwelt-
Symposium.
Das 22. Meeresumwelt-Symposium befasste
sich u.a. mit der Reduzierung von Schadstof
fen In der Ostsee. 22 Partner aus allen euro
päischen Ostseeanrainerstaaten haben z. B.
neue Ansätze zur Überwachung von Schad
stoffen entwickelt, Quellen und Eintragspfade
analysiert und Maßnahmen zur Reduzierung
der Schadstoffe Initiiert. Aspekte von Lang
zeltmessungen und des Monitorings von
Schadstoffen wurden ebenfalls vorgestellt.
Ein weiterer Themenkomplex behandelte die
Entwicklungen der Offshore-Wlndenergle.
Ökologische Begleitforschung und schallmin
dernde Maßnahmen beim Bau der Offshore-
Wlndenergleanlagen diskutierten die Teil
nehmerinnen und Teilnehmer ebenso wie
Sicherheitsaspekte In Offshore-Wlndparks
oder die Verbesserung von Vorhersagemo
dellen für den Bau von Windparks auf hoher
See.
Die Meeresstrategle-Rahmenrlchtllnle der EU
dient dem Schutz der Meere. Sie verlangt,
dass die Meeresumwelt dort wiederherge
stellt werden muss, wo eine Schädigung
vorliegt. Die Umsetzung der Meeresstrategle-
Rahmenrlchtllnle In Deutschland wurde
ebenso vorgestellt wie Aktivitäten regionaler
Meeresschutzübereinkommen oder die
Möglichkeiten eines übergreifenden Meeres
schutzes.
Die polare Umwelt Ist ein sehr sensibles Ge
füge mit einer einzigartigen Flora und Fauna.
Sie gerät zunehmend In das Interesse des
Tourismus und muss damit besondere Auf
merksamkeit und besonderen Schutz erfah
ren. Zur Diskussion standen Möglichkeiten
der Einrichtung polarer Meeresschutzgebiete
ebenso wie Richtlinien für mehr Sicherheit
und Umweltschutz In polaren Gewässern.
Auch der Umgang mit Munition Im Meer war
Diskussionsthema auf dem 22. Meeresum
weltsymposium.
Das BSH veranstaltet das Meeresumwelt
symposium In Zusammenarbeit mit dem
Umweltbundesamt und dem Bundesamt für
Naturschutz Im Auftrag des Bundes
ministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit.