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Full text: Jahresbericht 2012 - Sicherheit in der Seeschifffahrt

50 „Wir kor 
Quelle für Rohstoffe und Energie hin. „Eine 
nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung der 
Meere können wir nur sicherstellen, wenn 
wir die Nutzung der Meere und den Schutz 
der Meere sauber austarieren“, so Monika 
Breuch-Morltz. 
Herr Dr. Holzwarth hob hervor, dass die 
regionalen und globalen Meeresschutzüber 
einkommen bisher bereits große Erfolge Im 
Meeresschutz erreicht hätten: „National 
staaten allein können keinen erfolgreichen 
Meeresschutz sicherstellen. Erst die Koordi 
nierung und Bündelung der Maßnahmen auf 
regionaler, europäischer und globaler Ebene 
ermöglicht es, den notwendigen Schutz der 
Meeresökosysteme zu gewährleisten“, be 
tonte Herr Dr. Holzwarth. 
Als Hauptredner für die Eröffnungsveranstal 
tung konnte der ehemalige Umweltbundesmi 
nister und ehemaliger Executive Director des 
Umweltprogramms der Vereinten Nationen, 
Prof. Dr. Klaus Töpfer, gewonnen werden. 
Er sprach - nach 1993 und 1998 - bereits 
zum dritten Mal auf dem Meeresumwelt- 
Symposium. 
Das 22. Meeresumwelt-Symposium befasste 
sich u.a. mit der Reduzierung von Schadstof 
fen In der Ostsee. 22 Partner aus allen euro 
päischen Ostseeanrainerstaaten haben z. B. 
neue Ansätze zur Überwachung von Schad 
stoffen entwickelt, Quellen und Eintragspfade 
analysiert und Maßnahmen zur Reduzierung 
der Schadstoffe Initiiert. Aspekte von Lang 
zeltmessungen und des Monitorings von 
Schadstoffen wurden ebenfalls vorgestellt. 
Ein weiterer Themenkomplex behandelte die 
Entwicklungen der Offshore-Wlndenergle. 
Ökologische Begleitforschung und schallmin 
dernde Maßnahmen beim Bau der Offshore- 
Wlndenergleanlagen diskutierten die Teil 
nehmerinnen und Teilnehmer ebenso wie 
Sicherheitsaspekte In Offshore-Wlndparks 
oder die Verbesserung von Vorhersagemo 
dellen für den Bau von Windparks auf hoher 
See. 
Die Meeresstrategle-Rahmenrlchtllnle der EU 
dient dem Schutz der Meere. Sie verlangt, 
dass die Meeresumwelt dort wiederherge 
stellt werden muss, wo eine Schädigung 
vorliegt. Die Umsetzung der Meeresstrategle- 
Rahmenrlchtllnle In Deutschland wurde 
ebenso vorgestellt wie Aktivitäten regionaler 
Meeresschutzübereinkommen oder die 
Möglichkeiten eines übergreifenden Meeres 
schutzes. 
Die polare Umwelt Ist ein sehr sensibles Ge 
füge mit einer einzigartigen Flora und Fauna. 
Sie gerät zunehmend In das Interesse des 
Tourismus und muss damit besondere Auf 
merksamkeit und besonderen Schutz erfah 
ren. Zur Diskussion standen Möglichkeiten 
der Einrichtung polarer Meeresschutzgebiete 
ebenso wie Richtlinien für mehr Sicherheit 
und Umweltschutz In polaren Gewässern. 
Auch der Umgang mit Munition Im Meer war 
Diskussionsthema auf dem 22. Meeresum 
weltsymposium. 
Das BSH veranstaltet das Meeresumwelt 
symposium In Zusammenarbeit mit dem 
Umweltbundesamt und dem Bundesamt für 
Naturschutz Im Auftrag des Bundes 
ministeriums für Umwelt, Naturschutz und 
Reaktorsicherheit.
	        
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