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,Wir kommunizieren immer Meer“ - Internationale Zusammenarbeit
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Küsten
Deutschlands von einem Tsunami betroffen
werden, ist sehr gering. Die flache Nordsee
verhindert das plötzliche Auftreten sehr
hoher Tsunamiwellen. Sollte es zu dem
unwahrscheinlichen Fall einer Tsunamiwelle
Im offenen Atlantik kommen, würde diese
nach dem Eintritt In die Nordsee Infolge der
geringen Wassertiefen stark abgeschwächt
und gebremst. Damit ergeben sich Vorlauf
zeiten für Warn- und Schutzmaßnahmen von
mindestens sechs Stunden.
Die Tsunami Im Indischen Ozean 2004 und
In Japan 2011 haben verdeutlicht, dass welt
weit viele Küsten von meterhohen Wellen ge
troffen werden können. Das hat die Interna
tionale Ozeanographische Kommission (IOC)
der UNESCO veranlasst, Tsunamiwarnsys
teme In allen gefährdeten Ozeanbecken zu
etablieren. Für den europäischen Bereich
haben sich nationale Tsunami-Warnzentren
In der „Zwischenstaatliche Koordinierungs
gruppe des Tsunami-Frühwarn- und Scha
denminderungssystems Im Nordostatlantik,
Mittelmeer und angrenzenden Meeren“
vernetzt. Im Ernstfall können sie schnell für
die Region des Nordost-Atlantiks, des Mittel
meeres sowie für die angrenzenden Meere
Informationen austauschen, eine Gefähr
dung abschätzen und gegebenenfalls die
Öffentlichkeit warnen. Deutschland Ist in der
Koordinierungsgruppe durch das BSH und
Experten des Deutschen GeoForschungs-
Zentrums (GFZ) und der Universität Ham
burg vertreten, die auch beim Aufbau des
Tsunami-Frühwarnsystems für den Indischen
Ozean mitgewirkt haben.
boot 2012: BSH zeigte Flagge für die
Sportschifffahrt in Düsseldorf
Mit einem ausgewählten Angebot für die
Sportschifffahrt präsentierte sich das Bun
desamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
(BSH) bis zum 29. Januar 2012 auf der boot
in Düsseldorf.
Modern, informativ und In einem völlig neu
en Gewand zeigte sich das BSH auf dem
neu gestalteten Gemeinschaftsstand des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung in Halle 14 (Stand A54)