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Full text: Jahresbericht 2012 - Sicherheit in der Seeschifffahrt

,Wir erforschen immer Meer“ - Forschung und Entwicklung 31 
Eutrophierung in den letzten 20 Jahren 
systematisch angewachsen seien, treffen 
nachweislich nicht zu. Im Oktober 2012 
schlug die EU-Kommission sogar Erhö 
hungen der Fangquoten in der Ostsee 
für viele Fischarten vor, darunter auch für 
Sprotten und Lachse. Allerdings mussten 
die Fischer auch beobachten, dass die 
gefangenen Dorsche ungewöhnlich mager 
sind. Vermutlich führt der große Bestand 
zu Nahrungsmangel. 2 
Harmonisiertes Informationsmanage 
ment zwischen Land und See 
Das BSH schloss die Beteiligung am 
Interreg-Projekt BLAST „Bringing Land and 
Sea together“ erfolgreich ab. Dabei handelt 
es sich um ein regionales EU-Projekt rund 
um das Küstenmanagement In der Nord 
seeregion. 17 Partner aus sieben Ländern, 
darunter Universitäten, Unternehmen und 
staatliche Einrichtungen haben an der Har 
monisierung und Erweiterung der Daten 
basis im Übergangsbereich zwischen Land 
und See gearbeitet. Das Projekt unterstützt 
die Entwicklung von Planungs- und Ma 
nagementverfahren für die Küstenzone im 
Bereich der Geodäsie (Ausmessung und 
Abbildung der Erdoberfläche), der Klimato 
logie und der Geographie, eine effektivere 
Schiffsnavigation auf Seewasserstraßen, 
in Häfen sowie beim An- und Ablegen und 
hilft bei der Entwicklung von Werkzeugen 
für die Raumplanung. 
2 Der Beitrag beruht in ganz wesentlichen Teilen aut dem Beitrag „Wasseraustausch 
zwischen Nord- und Ostsee sowie die Bedingungen in den Tiefenbecken der Ostsee“ 
der Kollegen Günther Nausch und Rainer Feistei, I0W, Das I0W veröffentlicht regel 
mäßig die Ergebnisse der Untersuchungen. 
Ölverschmutzungen in der Nordsee 
Das Verfahren zur Analyse der Ölver 
schmutzungen ist jetzt im internationalen 
Einsatz und ermöglicht über eine Daten 
bank allen Ländern, auf rund 1 500 Proben 
von Ölen zuzugreifen. Die Untersuchungen 
von Ölverschmutzungen in der Nordsee 
finden seit mehr als dreißig Jahren statt. 
In den achtziger Jahren hat das BSH mit 
diesen Untersuchungen begonnen. Ziel 
war, die Ouelle für Ölverschmutzungen 
in der Nordsee zu orten, deren Verursa 
cher zu identifizieren und deren Anzahl zu 
reduzieren. Dafür untersuchte das BSH 
Ölverschmutzungen im Wasser, verölte 
Vögel und Verunreinigungen am Strand. 
In dieser Zeit entwickelte das BSH auch 
die Standardmethode zur Bestimmung der 
Herkunft einer Ölverschmutzung, die heute 
weltweit im Einsatz ist. Untersuchte das 
BSH in den achtziger Jahren noch rund 
120 Fälle pro Jahr, betreuen wir heute 
zehn Verfahren pro Jahr. Die enge Verzah 
nung vom Monitoring der Verschmutzung, 
Analyse der Herkunft, die engmaschige 
versteckte Überwachung, die Kontrolle 
in den Häfen und die Verfolgung zeigen, 
dass die Gegenmaßnahmen greifen. 
Zur Kontrolle der Entwicklung hat das 
BSH 2012 die Untersuchung verölter 
Vögel und Verunreinigungen am Strand 
erneut in Auftrag gegeben. Unter anderem 
finden gemeinsam mit dem Landesbe 
trieb für Küstenschutz, Nationalpark und 
Meeresschutz (LKN-SH) alle 14 Tage an 
40 Sammelstellen an der Nordseeküste 
Untersuchungen von Ölverschmutzungen 
statt. Aufgefundene Proben analysiert das 
BSH. Dabei beschäftigt das BSH auch die 
Frage, ob sich die Ouelle der Verschmut 
zungen durch die neuen Nutzungsformen 
wie die Offshore-Wlndenergle geändert 
hat.
	        
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