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Volltext : Jahresbericht 2010

Meereskunde/Marine  Sciences  11

chung  -  im  Auftrag  des  BSH  durch  das  Leibniz-Institut
  für  Ostseeforschung  in  Warnemünde
(IOW)  durchgeführt.  Auch  drei  der  MARNET-Stationen
  des  BSH  werden  vom  IOW  betreut.

niz  Institute  for  Baltic  Sea  Research  Warnemünde ­
  (IOW)  on  behalf  of  the  BSH.  IOW  also  is  in
charge  of  three  of  the  BSH’s  MARNET  stations.

In  den  letzten  Jahren  sind  eine  Vielzahl  neuer  Schadstoffe
in  den  Blickpunkt  der  Umweltüberwachung  getreten.
In  the  past  few  years,  environmental  monitoring  agencies
have  identified  a  large  number  of  novel  pollutants.

Organische  Schadstoffe
Der  größte  Teil  der  heute  bekannten  18  Millionen ­
  chemischen  Verbindungen  sind  organische
Stoffe.  Von  diesen  besitzen  ca.  20000  eine
industrielle  Bedeutung  und  werden  in  größeren ­
  Mengen  hergestellt.  Als  umweltrelevante
Schadstoffe  bezeichnet  man  davon  etwa  2000
Stoffe,  die  entweder  giftig  (toxisch)  oder  in  der
Umwelt  beständig  (persistent)  sind  und  sich  in
der  Nahrungskette  anreichern  können  (bioakkumulierbar).
  Gesetzliche  Beschränkungen
haben  inzwischen  zu  einer  deutlichen  Reduktion
der  Konzentrationen  einer  Reihe  „klassischer"
Schadstoffe  geführt,  wie  z.  B.  der  Insektizide
Lindan  und  DDT  oder  Industriechemikalien
(PCB  -  Polychlorierte  Biphenyle).
Durch  die  Entwicklung  neuer  Untersuchungsverfahren ­
  sind  in  den  letzten  Jahren  eine  Vielzahl
neuer  Schadstoffe  in  den  Blickpunkt  der  Umweltüberwachung ­
  getreten.  Hierzu  gehören  sehr
unterschiedliche  Stoffklassen,  z.  B.  Pflanzenbehandlungsstoffe ­
  (Herbizide),  Flammschutzmittel,
Reinigungsmittel  (Tenside),  Spezialchemikalien ­
  wie  Komplexbildner  für  Metalle  und  sogar
Arzneimittel,  die  hauptsächlich  durch  Rhein  und
Elbe  in  die  Nordsee  und  Ostsee  gelangen.  Dies
macht  deutlich,  dass  die  Meere  noch  immer
zahlreichen  Stressfaktoren  ausgesetzt  sind.

Organic  pollutants
The  majority  of  the  18  million  chemical  compounds ­
  known  today  is  organic  substances.  Of
these,  about  20,000  are  of  industrial  importance
and  are  produced  on  a  commercial  scale.  About
2,000  of  these  chemicals,  which  are  either  toxic
or  persistent  in  the  environment  and  may  accumulate ­
  in  the  food  chain  (bio-accumulation),  have
been  classified  as  environmental  pollutants.  Legal ­
  restrictions  meanwhile  have  led  to  a  marked
decrease  in  the  levels  of  a  number  of  “classical”
pollutants  such  as  the  insecticides  Lindane  and
DDT,  and  some  industrial  chemicals  (polychlorinated ­
  biphenyls  -  PCBs).
In  the  past  few  years,  environmental  monitoring
agencies  have  identified  a  large  number  of  novel
pollutants,  also  thanks  to  the  development  of
advanced  analytical  techniques.  These  pollutants
include  very  different  substance  classes,  for
example  herbicides,  flame  retardants,  surfactants, ­
  specialty  chemicals  such  as  complexing
agents  for  metals,  and  even  medical  drugs.  The
main  route  of  transport  for  these  substances  to
the  North  and  Baltic  Seas  is  the  rivers  Rhine  and
Elbe.  It  is  thus  obvious  that  the  oceans  continue
to  be  affected  by  numerous  stress  factors.
            
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