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Volltext: Erfassung von Sandverteilungsmustern zur großräumigen Analyse der Sedimentdynamik auf dem Schelf der Deutschen Bucht

Die Küste, 83 AufMod (2015), 39-58 
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ne“ saalezeitliche Altmoränenlandschaft, die von pleistozänem Restsediment bestimmt 
wird, und das Akkumulationsgebiet über dem ehemaligen Elbe-Urstromtal erfasst. Zu 
sätzlich wurden Wassertiefe und Sortierung in das Transekt eingebunden. 
2.2.3 Erarbeitung einer Sedimentklassifizierung zur Analyse und 
Abgrenzung unterschiedlicher sedimentdynamischer Systeme 
Die Verteilung der in Tab. 2 aus differenzierten Sandklassen und -ffaktionen in Gewichts 
prozent war Grundlage für die Erfassung der Sandverteilungsmuster zur Analyse der Se 
dimentdynamik in Abb. 6. Elierzu wurden für jede Fraktion der Sandklassen die Flächen 
mit einen Gewichtsanteil > 50 % (Layer 1) extrahiert und zusammengeführt. In einem 
weiteren Schritt wurden für die 1-Phi-Fraktionen (d. h. sehr feiner Sand, feiner Sand und 
Mittelsand) und 2-Phi-Fraktion (d. h. Grobsand) die Fläche mit einem Gewichts anteil 
von 20 bis 50 % extrahiert und verschnitten (Union) (Layer 2). Im nächsten Schritt wur 
den die Layer 1 und 2 zu der Karte in Abb. 6 zusammengeführt, wobei die Restflächen 
als „Sandklasse < 20 %“ ausgewiesen wurden. 
2.3 Prozessbasierter Ansatz 
Zur Abschätzung der hydrodynamischen Belastung an der Sohle wurden Ergebnisse ei 
nes prozessbasierten hydrodynamischen Modells der Nordsee herangezogen. Der in 
KÖSTERS und WINTER (2014) beschriebene Modellaufbau basiert auf dem Verfahren 
LInTRIM (CASULLI and ZANOLLI 2005) zur Berechnung der Hydrodynamik, einer un 
strukturierten Variante des spektralen Seegangsmodells k-Modell (SCHNEGGENBURGER 
et al. 2000) gekoppelt mit dem Sedimenttransportmodul SediMorph (BUNDESANSTALT 
FÜR WASSERBAU (BAW) 2014a). Das unstrukturierte Gitternetz umfasst die gesamte 
Nordsee und hat eine räumliche Auflösung von 2.500 m auf dem Schelf der Deutschen 
Bucht, 1.000 m im Küstenvorfeld und 300 m in den Ästuaren. Zur Erfassung der Variabi 
lität der Sohlbelastung bei unterschiedlichen meteorologischen Zuständen wurde eine 
mehrjährige Zeitspanne (1996-2007) unter realistischem Windantrieb berechnet. Der 
verwendete zeitlich und räumlich variable Windantrieb stammt aus Ergebnissen des Prog 
nosemodells des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Das Tidesignal des Wasserstandes 
an den offenen Modellrändern stammte aus dem globalen Gezeitenmodell FES2004 
(Lyard et al. 2006). Die Lage des Mittelwassers an den offenen Rändern basierte auf Er 
gebnissen des Operationellen Nordatlantik-Modells des Bundesamtes für Seeschifffahrt 
und Hydrographie (BSH). Detailliertere Angaben sowie eine Modellvalidierung sind in 
einem Validierungsbricht der BAW (BAW 2014b) dokumentiert. 
Als Kenngröße für die hydrodynamische Belastung wurde die Dauer hoher Sohl 
schubspannung, bed shear stress intensity (BSSI), mit einem Grenzwert von 0,17 N/m 2 
genutzt. Dieser Grenzwert entspricht der kritischen Sohlschubspannung nach Shields für 
die Bewegung von Feinsand (vgl. SOULSBY 1997). Zur Berechnung wurde an jedem Ele 
ment des numerischen Modells die BSSI ermittelt und anschließend als dimensionsloser 
Anteil (0-1) am Gesamtzeitraum dargestellt. 
Das Sedimenttransportmodul berechnete den fraktionierten Transport von 10 Korn 
größenklassen, die den Bereich von sehr feinem Schluff (Korndurchmesser (D) von 6 pm) 
bis zu Kies (D = 32 mm) gemäß der LTdden-Wentworth-Skala abdecken. Die Transport
	        
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