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Full text: Erfassung von Sandverteilungsmustern zur großräumigen Analyse der Sedimentdynamik auf dem Schelf der Deutschen Bucht

Die Küste, 83 AufMod (2015), 39-58 
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3.4 Residualer Sedimenttransport in der Deutschen Bucht 
Der für das Jahr 2006 berechnete Suspensionstransport (Feinsand und feinere Fraktio 
nen) ist im Bereich des Borkum-Riffgrunds und entlang der ostfriesischen Inseln in die 
innere Deutsche Bucht relativ hoch (Abb. 9b). Das transportierte Material verbleibt im 
Wesentlichen in diesen Bereichen. Nur in Wassertiefen über 30 m ändert der Sediment 
transport nordwestlich von Flelgoland über dem ehemaligen Elbe-Urstromtal seine Rich 
tung nach Nordwesten. Auf dem Schelf vor Schleswig-Flolstein sind die Transportraten 
am geringsten und die Transporte weniger gerichtet als vor Niedersachsen. Westlich des 
ehemaligen Elbe-Urstromtals auf ungefähr 54° 50‘ nördlicher Breite deutet sich eine 
Divergenzzone an. Im südlichen Teil wird Schwebstoff in Richtung Ost-Südost verlagert, 
weiter nördlich tendiert der Transport in nördliche Richtung. 
Die räumliche Struktur des Geschiebetransportes (Abb. 9b) entspricht im Wesentli 
chen dem Suspensionstransport, ist aber fast flächendeckend um mehr als eine Größen 
ordnung geringer. Es zeigt sich ein klarer Küstenlängstransport vor den ostfriesischen 
Inseln. Auffallend sind höhere Transportraten über dem Borkum-Riffgrund gegenüber 
den umliegenden Seegebieten. Im nordfriesischen Schelfbereich zeigen sich fast keine 
durchgehenden Sedimenttransportbänder. Die Richtungen sind jedoch ähnlich denen des 
suspendierten Transports. Erwartungsgemäß ist ein signifikanter Transport im Wesentli 
chen in den Tiderinnen festzustellen. 
Abbildung 9: Residualer Sedimenttransport in der Deutschen Bucht aufgeteilt in a) Geschiebe 
transport und b) Suspensionstransport für das Jahr 2006 (logarithmische Skalierung).
	        
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