Die Küste, 83 AufMod (2015), 19-38
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Informationen zum organischen Anteil oder der Porosität lagen nur für sehr wenige Pro
ben vor, so dass diese Informationen in das Funktionale Bodenmodell aufgenommen
wurden, jedoch für die im Weiteren dargestellten räumlichen und zeitlichen Interpola
tions- und Approximationsanalysen nicht nutzbar waren.
3.4 Konsolidierter Horizont
Sowohl für den Betrieb morphodynamischer Simulationsmodelle als auch geomorpho-
logischer Analysen ist die Kenntnis des verfügbaren mobilisierbaren Sedimentes not
wendig. Die Modellierung der Mächtigkeit der mobilen Deckschicht erfolgte indirekt
durch den Aufbau eines Modells eines zunächst stationären konsolidierten Horizontes.
Für das Modell des konsolidierten Horizonts wurde auf verfügbare Daten zurückge
griffen, die entweder die Lage der Holozänbasis oder die Basis der Nordsee-zeitlichen
Sande abbilden. In Verbindung mit der Zeitvarianten Bathymetrie des Funktionalen Bo
denmodells ergibt sich ein zeitvariantes Modell der mobilen Deckschicht.
Quellen für den Aufbau des Modells des konsolidierten Horizontes waren die voran
gegangenen KFKI-Forschungsprojekte für den Bereich der Nord- und Ostfriesischen
Inseln (KFKI-Forschungsprojekt „Materialinventur an der deutschen Nordseeküste“
(ZEILER et al. 2000a) und „Wattenmeersedimente: Sedimentinventar Nordfriesisches
Wattenmeer“ (EPPEL et al. 2006)). Außerdem wurden vorhandene Modelle der Holozän
basis herangezogen (RlCKLEFS and ASP NETO 2005), digitalisierte Isolinien des Elbe
urstromtals (FlGGE 1981) und aus der „Geologischen Küstenkarte von Niedersachsen -
Relief der Holozänbasis (GHBK25)“ des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geolo
gie (LBEG). Abb. 4 zeigt die räumliche Verbreitung der verwendeten Daten, markiert
nach deren Urhebern.