Die Küste, 83 AufMod (2015), 19-38
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liegen, als auch die stetige Veränderung bzw. Weiterentwicklung von Messverfahren führ
ten zu einer sehr heterogenen Datenbasis. In dem im KFKI-Projekt AufMod aufgebau
ten Funktionalen Bodenmodell werden die Beobachtungsdaten, die die Oberfläche des
Meeresbodens beschreiben, in ihrem zeitlichen und örtlichen Kontext archiviert und mit
räumlichen und zeitlichen Interpolationsverfahren verknüpft. Die Zusammenführung
dieser unterschiedlichen Informationen in einem Funktionalen Bodenmodell eröffnet
neue Möglichkeiten der Plausibilisierung, geomorphologischen Analyse und Verknüpfung
mit hydrologischen und meteorologischen Daten.
2 Komponenten des Funktionalen Bodenmodells
Das Funktionale Bodenmodell beschreibt die Oberflächeneigenschaften des Meeres
bodens der Nordsee, mit besonderem Schwerpunkt auf den Bereich der Deutschen
Bucht, und besteht derzeit aus folgenden Komponenten:
• Bathymetrie
• mittlere Flöhenlage des Meeresbodens
• Bodenformen in parametrisierter Form
• Sedimentologie
• Komverteilung der Oberflächensedimente
• Porosität
• organischer Anteil im Sediment
• konsolidierter Florizont
• holozäne Basis/Basis nordseezeitlicher Sande
• Wasserbauwerke und Ersatzmodelle
Diese Funktionalität kann um weitere Eigenschaften des Gewässerbodens erweitert wer
den.
Die örtliche Ausdehnung des Funktionalen Bodenmodells umfasst die gesamte Nord
see und entspricht in der Ausdehnung dem im Forschungsvorhaben AufMod betriebenen
Nordseemodell (siehe Abb. 1). Als Basiskoordinatensystem wurde DF1DN92 und
WGS84 UTM32 zu Projektbeginn festgelegt.