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Volltext: Das Funktionale Bodenmodell

Die Küste, 83 AufMod (2015), 19-38 
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Die Abnahme der Änderungen zum Ende des betrachteten Zeitraums kann durch die 
Abnahme der Datenüberdeckung und -dichte erklärt werden. 
6.2 Entwicklung der Wattflächen 
Die Küstenzone ist durch das Wattenmeer geprägt, welches sich durch den Gezei 
teneinfluss und dem großen Sedimentangebot während des Holozäns entwickeln konnte 
und ständigen morphologischen Änderungen unterworfen ist. Auch heute lagert sich fei 
nes Sediment insbesondere auf den Watten ab. Die zusammengetragenen Vermessungs 
daten lassen auf ein Wattwachstum von im Schnitt 0,74 cm/a (auf der Basis der letzten 
10 Jahre) schließen. Dieses Wattwachstum kompensiert im Durchschnitt den des An 
stiegs der mittleren Meeresspiegellage in der Deutschen Bucht von ca. 0,21 cm/a 
(beobachtet über die letzten 60 Jahre am Pegel Helgoland). Das Anwachsen der Wattbe 
reiche variiert dabei sowohl zeitlich als auch örtlich. Das Anwachsen ist in der Regel am 
größten in den Ästuaren und nimmt von Westen entgegen dem Uhrzeigersinn ab, so dass 
insbesondere die schleswig-holsteinische Nordseeküste am schlechtesten mit Sedimenten 
versorgt wird. 
Abbildung 13: Entwicklung der Wattflächen und -volumen in der Deutschen Bucht 
(Bezugshorizont: -2 m bis 2 m [NHNJ; die Karte rechts unten zeigt die Fläche, die als Wattfläche 
interpretiert wird). 
6.3 Entwicklung des Übergangs zum Schelf 
Obwohl die Deutsche Bucht ein großräumiges Sedimentationsgebiet in der Nordsee ist, 
führt das relativ schnelle Anwachsen der Watten zu einem steiler werdenden Küsten 
vorfeld.
	        
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