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Klimatologischer Eisatlas
Station
November
Dezember
Januar
Februar
März
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
Schleswig
3.9
-1.0
-1.4
-3.1
-5.4
-5.7
-4.8
-5.4
1.1
-1.7
Rostock-Warnemünde
4.4
-0.9
-1.1
-3.0
-5.0
-5.2
-4.9
-5.6
1.0
-2.1
Greifswald
-
-
-1.6
-2.7
-5.1
-4.5
-4.9
-4.9
-
-
Tabelle 2: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur (°C) im Winter 1962/63 und ihre Abweichungen vom Klimamittel 1961-1990 (K) (Angaben des Deutschen
Wetterdienstes, www.dwd.de)
Station
November
Dezember
Januar
Februar
März
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
Schleswig
7.1
2.2
2.7
1.0
-3.9
-3.6
-0.1
-0.7
-0.6
-3.4
Rostock-Warnemünde
7.4
2.1
3.0
1.1
-4.9
-5.1
-0.2
-0.9
-0.4
-3.5
Greifswald
7.2
2.6
2.2
1.1
-6.1
-5.5
-0.8
-0.8
-1.2
-3.9
Tabelle 3: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur (°C) im Winter 1986/87 und ihre Abweichungen vom Klimamittel 1961-1990 (K) (Angaben des Deutschen
Wetterdienstes, www.dwd.de)
Station
November
Dezember
Januar
Februar
März
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
Schleswig
3.8
-1.1
-4.1
-5.8
0.6
0.3
0.6
0.0
3.6
0.8
Rostock-Warnemünde
5.4
0.1
-3.3
-5.2
1.4
1.2
0.4
-0.3
3.5
0.4
Greifswald
5.0
0.4
-4.2
-5.3
1.0
1.6
-0.2
-0.2
3.6
0.9
Tabelle 4: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur (°C) im Winter 2010/11 und ihre Abweichungen vom Klimamittel 1961-1990 (K) (Angaben des Deutschen
Wetterdienstes, www.dwd.de)
Im mäßigen Eiswinter 2010/11 gab es auch zwei für die Eisbil
dung wichtige Kälteperioden: Die erste erfasste, mit einer kur
zen Unterbrechung Mitte des Monats, den ganzen Dezember,
die zweite dauerte von Mitte Februar bis Anfang März. Wäh
rend der Tauwetterperiode dazwischen verschwand das Eis an
der deutschen Ostseeküste vollständig. Der Dezember war der
kälteste Monat im Winter 2010/11. Die Eisbildung begann be
reits Anfang Dezember, früher als normalerweise üblich. Der
Januar fiel zu warm aus, und die Lufttemperaturen im Februar
lagen im normalen Bereich. Das Eis bildete sich während der
zweiten Kälteperiode, in der überwiegend leichte Fröste vor
herrschten, infolge der hohen Gefrierbereitschaft der Gewäs
ser relativ schnell, trat aber vorwiegend in den östlichen inne
ren Abschnitten und in der Pommerschen Bucht auf. An der
Küste von Schleswig-Holstein waren nur einige innere Ab
schnitte kurzzeitig vereist. So schnell wie das Eis sich während
der zweiten Kälteperiode gebildet hat, so schnell verschwand
es - Mitte März waren alle Gewässer an der deutschen Ost
seeküste eisfrei.
Statistische Angaben für Eisbeobachtungsstationen an der südlichen Ostseeküste
Abb. 24. Übersichtskarte mit der Lage der analysierten Küstenabschnitte an den deutschen und polnischen Küsten
In diesem Abschnitt werden die Eisverhältnisse an 14 Statio
nen der deutschen und polnischen Ostseeküsten während
des 50-jährigen Zeitraumes 1961-2010 untersucht. Ange
sichts der sehr unterschiedlichen klimatologischen und hydro
logischen Bedingungen zwischen den westlichen und den
östlichen Teilen der südlichen Ostseeküste sowie des kompli
zierten geographischen Küstenverlaufs mit vielen, von der See
weitgehend abgeschlossenen, Innenfahrwassern ist für die
Beschreibung der Eisverhältnisse in diesem relativ kleinen Be
reich diese Vielzahl der Stationen notwendig.
Die Küstengewässer der westlichen Ostsee werden durch die
Stationen Flensburg, Schleswig, Untertrave und Unterwarnow
repräsentiert, in Westermarkelsdorf wird sichtbares Seegebiet
beobachtet. Für die Beschreibung der Eisverhältnisse in der
südlichen Ostsee wurden die Stationen des Greifswalder Bod
dens, des Stettiner Haffs, Arkona und Greifswalder Oie sowie
Daten der polnischen Stationen im Stettiner Haff, in der Pom
merschen Bucht (Swinoujscie), Kotobrzeg, in der Danziger
Bucht (Gdynia) und im Frischen Haff ausgewählt.