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Full text: Klimatologischer Eisatlas für die Deutsche Bucht (mit Limfjord) (1961-2010)

50-jähriger Zeitraum 1961-2010 
7 
Die Eiswinter an der deutschen Ostseeküste werden nach 
dem Wert der flächenbezogenen Eisvolumensumme (V AZ ), ei 
ner Maßzahl für die Bewertung des Winters in Hinblick auf 
den Umfang und die Stärke der Eisbedeckung sowie auf die 
Dauer des Eisvorkommens (Koslowski, 1989), klassifiziert: 
К 
AZ 
-ZZ(AW) 
n jk 
mit 
n - Anzahl der Stationen (13 für deutsche Ostseeküste) 
N - Bedeckungsgrad (in Zehntel) 
H - Eisdicke 
j - Laufzahl der 13 Stationen 
k - Laufzahl der Tage mit Eis 
In Abb. 5 ist die Verteilung der flächenbezogenen Eisvolu 
mensumme an der deutschen Ostseeküste im Zeitraum 
1879-2011 mit Klassengrenzen dargestellt. In den im Atlas 
analysierten 50 Jahren gab es 1 extrem starken, 5 sehr 
starke, 3 starke, 16 mäßige und 25 schwache Eiswinter. In 
der Tabelle 1 sind die typischen Merkmale der verschiedenen 
Eiswintertypen zusammengefasst. 
In der südlichen Ostsee wird die Stärke eines Eiswinters 
durch den Eisindex (S) bestimmt, der die Dauer des Eisvor 
kommens und die Wahrscheinlichkeit des Eisauftretens im 
betrachteten Bereich berücksichtigt, (Sztobryn et al, 2008): 
S= 0.05 x-X 
i i 
f дЛ 
\p ) 
mit 
N - Anzahl der Tage mit Eis beobachtet an der bestimmten 
Station während einer Eissaison 
p - Wahrscheinlichkeit des Eisauftretens an der bestimmten 
Station im analysierten Zeitraum 
i - Anzahl der berücksichtigten Stationen 
In Abb. 6 ist die Verteilung der Eisindices und der Begren 
zungslinien zwischen Eisklassen an der Küste der südlichen 
Ostsee im Zeitraum 1897-2011 dargestellt. 
Die beiden Maßzahlen bewerten die Eiswinter, besonders 
extreme und sehr starke Eiswinter, in einer guten Überein 
stimmung. Die Abweichungen in Klassifizierung der Eiswinter 
sind begründet in der Art der Klassifizierung selbst, in der un 
terschiedlichen Küstenmorphologie und in der unterschiedli 
chen geographischen Lage. 
Flächenbezogene Eisvolumensumme an der deutschen Ostseeküste 
schwache 
U rrrrrr-rrrrrrrrn 
<7> io i— 
h» CO 0) 
CO CO CO 
Abb. 5: Verteilung der fiächenb 
h- СО <7> Ют- 
ООО 1- C\l 
CO (7) (7) (7) (7) 
ezogenen Eisvolumensumme а 
h-CO<7)LO-i— 
CM CO CO ^ IO 
(7) (7) (7) (7) (7) 
n der deutschen Ostseeküste // 
h-COCDLO-»— 
Ю CO CO h- CO 
(7) (7) (7) (7) (7) 
n Zeitraum 1879-2011 
1987 : 
1993 : 
1999 : 
2005 : 
2011 : 
Eiswintertyp 
Anzahl (%) 
Bereich 
Länge des Eisauftretens 
Eisdicke 
überwiegend 
Bedeckungsgrad 
überwiegend 
Schwach bis sehr schwach 
25 (50 %) 
Innere Küstengewässer 
Außen küste 
1 bis 4 Wochen 
bis 3 Tage 
5-10 cm 
bis 5 cm 
6/10-8/10 
1/10-3/10 
Mäßig 
16(32%) 
Innere Küstengewässer 
Außen küste 
3 bis 10 Wochen 
bis 3 Wochen 
10-30 cm 
10 cm 
10/10 
6/10-8/10 
Stark 
3 (6 %) 
Innere Küstengewässer 
Außenküste, offene See 
6 bis 12 Wochen 
2 bis 10 Wochen 
20-30 cm 
15-25 cm 
10/10 
6/10-10/10 
Sehr stark 
5 (10 %) 
Innere Küstengewässer 
Außenküste, offene See 
2 bis 3,5 Monate 
1,5 bis 3 Monate 
30-50 cm 
30-40 cm 
10/10 
9/10-10/10 
Extrem stark 
1 (2 %) 
Innere Küstengewässer 
Außenküste, offene See 
3 bis 5 Monate 
2 bis 3,5 Monate 
50-70 cm 
50-70 cm 
10/10 
9/10-10/10 
Tabelle 1: Charakteristische Merkmale der Eiswintertypen im deutschen Ostseebereich 
(Anzahl und % sind im 50-jährigen Zeitraum 1961 bis 2010 angegeben)
	        
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