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Full text : Zwischenbericht des Jahres 2011

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Zwischenbericht  StUKplus  (FKZ  0327689A)
-  Kurzversion  -

mm  E
6.  Erfassung  von  Vogelkollisionen  mit  Hilfe  des  Systems  VARS

Auftragnehmer

Auftragsnummer

Institut  für  angewandte  Ökosystemforschung ­
  GmbH

0327689A/lfAÖ1

Projektbezeichnung

Erfassung  von  Vogelkollisionen  mit  Hilfe  des  Systems  VARS

Laufzeit  des  Projektes

01.10.2008  -  30.04.2012

Berichtszeitraum

01.01.  -  31.12.2011

Projektbeteiligte

Dr.  Axel  Schulz,  Dr.  Christoph  Kulemeyer,  Dr.  Timothy  Coppack

Wissenschaftlich-technische  Ergebnisse
Mit  dem  Kamerasystem  VARS  (Visual  Automatic  Recording  System)  werden  im  Offshore-Windpark
  „alpha  ventus“  Zugvögel  im  Rotorbereich  der  AV4  automatisch  erfasst,  um  ihre
Kollisionsgefährdung  abzuschätzen.  Seit  dem  Beginn  der  Messungen  am  27.09.2010  wurden ­
  bis  zum  31.12.2011  insgesamt  452  Vogelereignisse  mit  dem  VARS  von  der  Gondel  der
AV4  aus  aufgezeichnet,  darunter  46  Vögel  im  Rotorbereich  und  67  im  Übergangsbereich  der
Blattspitzen.  Es  ergaben  sich  wesentliche  Unterschiede  zwischen  Betrieb  und  Stillstand  der
AV4.  Besonders  am  Tag  zeigte  sich  eine  erhebliche  Meidung  bei  drehendem  Rotor.  Aber
auch  bei  Dunkelheit  traten  Vogelereignisse  vor  allem  dann  im  Gefahrenbereich  auf,  wenn
die  AV4  nicht  lief.  Unter  dem  Vorbehalt  des  kurzen  Untersuchungszeitraums  scheint  sich
damit  auch  nachts  ein  Meideverhalten  von  Zugvögeln  gegenüber  drehenden  Rotoren  abzuzeichnen. ­
  Es  verbleiben  aber  auch  Vogelereignisse  während  des  Betriebes  der  Turbinen,  die
zur  realitätsnahen  Abschätzung  des  Gefährdungspotenzials  auf  der  Basis  des  Kollisionsmodells ­
  von  Band  et  al.  (2007)  herangezogen  werden  sollen.  Ein  Vergleich  mit  dem  von  Aumüller
  et  al.  (2011)  beschriebenen  Kollisionsereignis  auf  FIN01  ergab,  dass  in  der  betreffenden
Nacht  kein  Vogel  im  Rotorbereich  der  AV4  erfasst  wurde.  Dagegen  konnten  in  der  vorhergehende ­
  Nacht  (inklusive  Vormittag)  die  höchsten  Anzahlen  an  Vogelereignissen  seit  Beginn
der  Messungen  festgestellt  werden.  In  beiden  Nächten  herrschten  geringe  Sichtweiten.  Der
wesentlichste  Unterschied  bestand  im  Betrieb  der  Windkraftanlage  in  der  zweiten  Nacht.
StUK-Evaluierung
Die  Kollisionsgefährdung  von  Zugvögeln  stellt  einen  der  wesentlichsten  Aspekte  bei  der  Beurteilung ­
  der  Auswirkungen  von  Offshore-Windparks  auf  die  Meeresumwelt  dar.  Mit  den  bis-
            
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