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Full text: Jährlicher Zwischenbericht 2010

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Zwischenbericht StUKplus 
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28.02.2012 
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mm 
Zusätzlich wurden die oben genannten Verhaltens-Kategorien mit Bezug zu den Windener 
gieanlagen von „alpha ventus“ , teilweise beruhend auf vorhandenen Vorüberlegungen, ent 
wickelt und umfassend angewendet, um speziell den Einfluss von Windenergieanlagen auf 
Seevögel zu untersuchen. Eine derartige Klassifizierung der Verhaltensweisen sollte zukünf 
tig bei allen Schiffserfassungen im Zusammenhang mit der Untersuchung von Einflüssen 
von Windenergieanlagen auf Seevögel verbindlich Anwendung finden, um mögliche Effekte 
besser aufzeigen und erklären zu können. Hierzu sollte zudem protokolliert werden, ob die 
einzelnen Windenergieanlagen bei den Untersuchungen in Betrieb oder aber inaktiv waren. 
Zusätzlich sollte der Verhaltenskatalog von Camphuysen und Garthe (2004) bei einer Fort 
schreibung als Standardwerk zur Anleitung der Verhaltensprotokollierung in das Untersu 
chungskonzept mit aufgenommen und verbindlich werden. 
Abschätzung der Flughöhe von Seevögeln bei Schiffszählungen 
Die Erfassung von Flughöhen bei Seevögeln ist bereits im StUK 3 in Form einer Einteilung 
der Flughöhen in 7 Kategorien festgeschrieben (siehe SAS-Vogelbogen im Anhang C-3.1) 
und fand bei bisherigen StUK-Untersuchungen regelmäßig Anwendung. Nach dem Bau von 
„alpha ventus“ konnte die Praktikabilität dieser Erfassungen durch Abschätzungen relativ zu 
den Windenergieanlagen im Rahmen von TESTBIRD erstmals durch Felduntersuchungen 
umfassend überprüft werden. Daraus resultierte auch die oben beschriebene neuen Katego 
rien zur Flughöhenerfassung. 
Die bisherigen Erfahrungen bei der intensiven Untersuchung der Flughöhen von Seevögeln 
im Rahmen von TESTBIRD haben gezeigt, dass derartige Abschätzungen im Feld sehr 
schwierig sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn keine Strukturen bekannter Höhe als Ver 
gleich vorhanden sind. Aber auch bei einer Abschätzung der Flughöhen relativ zu einzelnen 
Windenergieanlagen von „alpha ventus“ (z.B. „auf Rotorhöhe fliegend“) traten insbesondere 
bei größerer Entfernung häufig Fehleinschätzungen auf. Die bisher in StUK 3 dargestellte 
Einteilung der Flughöhen in 7 Kategorien kann daher nach neuem Kenntnisstand nicht mehr 
uneingeschränkt empfohlen werden. Es wird vielmehr vorgeschlagen, zur möglichst genau 
en Messung von Flughöhen technische Hilfsmittel, z.B. einen rangefinder, wie er sich im 
Rahmen von TESTBIRD bisher gut bewährt hat, oder vergleichbare Geräte einzusetzen. 
Eine Abschätzung relativ zu den Anlagen kann bei nahe am Windpark fliegenden Vögeln 
vorgenommen werden, sollte aber immer wieder durch Messungen mit einem rangefinder 
o.ä. abgeglichen werden, um möglichen Fehleinschätzungen vorzubeugen. 
Stand der Wissenschaft und Forschung bezüglich der im StUK 3 enthaltenen themati 
schen Mindestanforderungen 
Dies kann anhand der bisherigen Ergebnisse und Auswertungen im Rahmen von TESTBIRD 
noch nicht beurteilt werden. 
Für die oben vorgeschlagene zusätzliche intensive Erfassung von Verhaltensweisen sowie 
die Messung von Flughöhen ist lediglich eine weitere Person nötig, nicht aber eine zusätzli 
che Erfassung oder ein zusätzliches Projekt. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten 
sind daher relativ gering. 
Bewertung der Untersuchungsmethoden im Hinblick auf daraus resultierende Eingrif 
fe in den Betriebsablauf während der Bau- und Betriebsphase 
Die Untersuchungen von Seevögeln vom Schiff und vom Flugzeug aus haben keinen Ein 
fluss auf den Betriebsablauf des Windparks während der Betriebsphase. Für die Bauphase 
liegen aus TESTBIRD keine Erkenntnisse vor. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass
	        
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