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Full text: Jährlicher Zwischenbericht 2010

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Zwischenbericht StUKplus 
fi 
28.02.2012 
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mm 
Schlussfolgerung und Ausblick 
Da die Dokumentation solcher Ereignisse in der Regel erschwert und oftmals methodisch 
limitiert ist, ist auch die damit verbundene Abschätzung des Gefährdungspotenzials für Vö 
gel auf Populationsebene bislang unmöglich. 
Eingedenk dieser methodischen Schwierigkeiten und des aber gleichzeitig unzweifelhaft 
bestehenden Kollisionsrisikos schlagen viele Autoren Maßnahmen zur vorsorglichen Ein 
dämmung vor. Konkret sollten hierbei folgende Faktoren unbedingt Berücksichtigung finden: 
Artspezifische Kennwertermittlunq zur Phänologie 
• Geeignetes Datenmaterial hierfür sind Zugplanbeobachtungen für tagziehende Vö 
gel. Vorhandenes Datenmaterial bezieht sich auf vorangegangene Studien (BeoFI- 
N0, FINOBird, s.o.) und sollte ggf. um Datenreihen weiterer Standorte ergänzt wer 
den. Hierfür bietet sich als Datenquelle z.B. Trektellen für den gesamten niederländi 
schen Raum ( www.trektellen.nl) an. 
• Die für das StUK erhobenen Daten zum Vogelzug von allen Antragstellern sollten 
gemeinsam ausgewertet werden und in eine Modellierung des Vogelzuges in der 
Deutschen Bucht münden. 
• Langjährige Datenreihen zur Phänologie an Fangstationen liegen von Helgoland vor. 
Auch diese sollten ggf. um Datenreihen weiterer Standorte ergänzt werden (z.B. 
Blävandshuk, Dänemark). 
• Wasser- und Watvogel-Zählungen im Nordseeküstenbereich sind ebenso erforder 
lich. Dieses Datenmaterial könnte über die Nationalpark-Datenbanken abgerufen 
werden. 
• Eingehen sollte weiterhin Zufallsdatenmaterial von Standorten mit hoher bis höchster 
Beobachtungsaktivität zu Zugzeiten. Hierfür könnte Datenmaterial von Helgoland ge 
nutzt werden, welches über die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland im 
Laufe der letzten 25 Jahre zusammengetragen worden ist. So hat eine kürzlich publi 
zierte Studie zum Gimpelvorkommen auf Helgoland beispielhaft gezeigt, dass für die 
Analyse von Durchzugsmustern auf Helgoland auch unsystematisch erhobene Daten 
mitunter gut geeignet sind. 
Aus den Jahr- und Zugperiodenweise für jede Art interferierenden Zugverlaufskurven sind 
die entsprechenden phänologischen Kenngrößen normalverteilter Kurven, wie z.B. Median 
und Quartilengrenzen zu ermitteln. Weitere Lageparameter für Arten mit nicht normalvertei 
len sondern z.B. bimodalen Zugverlaufskurven, lassen sich problemlos integrieren. Hierfür 
müssen jedoch vorab adäquate Modelle zur Ermittlung des Zugmusters Anwendung finden 
(z.B. BKDE, GAM, Smoother). Aus den ermittelten Kenngrößen für alle Arten lässt sich 
nachfolgend eine übergeordnete „Alarmstufe“ für Vogelzug über der Nordsee ableiten. 
Wetterparameter 
• Für eine tagesscharfe Betrachtung und im Hinblick auf die Wetterabhängigkeit des 
Vogelzugs müssen dringend in einem weiteren Ansatz und anhand der empirischen 
auf FIN01 erhobenen Daten relevante Stellgrößen bestimmter Wetterparameter mo 
delliert werden (z.B. Sichtweiten, Nebelereignisse, Niederschlag, Wolkenober- und 
untergrenzen, Luftdruckverhältnisse sowie Windgeschwindigkeit und -richtung). 
• Über die weitere Integration entsprechender Wetterdaten potenzieller Aufbruchsge 
biete der Vögel lässt sich die Modellschärfe stark erhöhen. Konkret bedeutet dies,
	        
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