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Abbildung 4.9: Ein Taschenkrebs (Cancer pagurus) (Carapaxbreite: etwa 15 cm) auf
der Schillunterlage neben groben, schwarzen, mergeligen Sedimentbrocken (Pfeile)
im Kolk an einem freigelegten Verankerungspfeiler der Anlage M8 im Frühjahr 2010.
(Foto R. Krone)
1m 2m 3m 4m 5m 6m 7m 8m 9m 10 11m 12m 13m 14m 15m
Abstand zu den Bodenverankerungen [m]
Abbildung 4.10: Die räumliche Verteilung von Einsiedlerkrebsen Eupagurus bernhar-
dus in einem Abstand von 1 bis 15 m Abstand zu verschiedenen Bauwerken des Test
feldes „alpha ventus“
Die sonst an FIN01, den Bodenverankerungen der WEA M12 und auch an Schiffswracks
der Deutschen Bucht sehr häufige Samtkrabbe (Necora puber) ist hingegen 2010 nicht an
den wenigen beprobten Anlagen beobachtet worden. In weiterführenden Untersuchungen
wird sich zeigen, ob diese große, räuberische Art die WEA ähnlich besiedeln wie die früher
beprobten FINO 1 und das Umspannwerk.
Die mit der Schleppkamera erfassten Artengemeinschaften auf dem Weichboden zwischen
den WEA und außerhalb des Windparks sind im Frühjahr 2010 gleich. Große Unterschiede
bestehen zu diesem Zeitpunkt jedoch zwischen diesen Weichbodengemeinschaften und den
taucherisch beprobten Gemeinschaften im 15-Meter-Umfeld der Anlagen und direkt an den
Bauwerken (Abbildung 4.12).