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Full text: Jährlicher Zwischenbericht 2010

151 
Zwischenbericht StUKplus 
28.02.2012 
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mm 
Für die gültigen Einträge wird in der Kontrolltabelle zum jetzigen Zeitpunkt nur über zwei 
Statusindikatoren (in dem Tabellenauszug oben nicht gezeigt) vermerkt, dass der Export für 
eine prozessierte Datei mit dem in der Tabelle vermerkten Namen in der Datenbank einge 
tragen wurde. Für die einzelnen Dateien lassen sich in Zukunft neben den Statusindikatoren 
auch der Zeitraum, die Anzahl der Einträge, usw. in die Tabelle eintragen und für die Über 
prüfung nutzen. 
Statistische Datenauswertung 
Bei der Auswertung von POD-Daten und ihrer Interpretation existieren unterschiedliche 
Probleme, die im Wesentlichen dadurch hervorgerufen werden, dass die Geräte zwar Daten 
liefern, es jedoch nicht klar ist, in wie weit einzelne Registrierungen einem oder mehreren 
Tieren zugeordnet werden können. Die Interpretation wird weiterhin durch die punktuelle 
Aufnahme der hochmobilen Tiere, aber auch durch die stark ausgeprägte Saisonalität er 
schwert. Im Folgenden werden Hinweise auf mögliche Probleme bei der Auswertung disku 
tiert, ohne den Anspruch zu erheben, diese auch hier zu lösen. 
Homogenität der Varianz 
Eine Reihe von mathematischen Testverfahren (t-Test, M-W-U-Test, Pearson Test, ARIMA 
u.a.) setzen voraus, das die Varianz der zu vergleichenden Stichproben homogen ist. Bei 
den bisherigen Analysen der Daten von „alpha ventus“ konnte jedoch nicht nachgewiesen 
werden, dass diese Bedingung an die Daten erfüllt ist und es ist nicht zu erwarten, dass die 
ses bei anderen Daten aus einer vergleichbaren Region anders sein wird. Somit sind hier 
statische Verfahren zu suchen, die in der Lage sind BACI-Designs auszuwerten, ohne die 
Annahme einer homogenen Varianz zu nutzen. 
Unabhängigkeit der Daten 
Eine grundlegende Forderung an eine Stichprobe ist die Unabhängigkeit der einzelnen 
Stichprobenelemente (Ausnahme Zeitreihenanalyse). Das Problem der POD-Daten ist hier 
bei, dass die Frage, ob die Daten abhängig bzw. unabhängig sind, nicht so einfach kausal 
geklärt werden kann. Die Detektion zweier aufeinander folgender Schweinswalereignisse 
enthält keinerlei Information darüber, ob es sich um ein und dasselbe Tier handelt, zwei (o- 
der entsprechend mehrere) Tiere die zusammen auftreten, oder zwei voneinander völlig un 
abhängig durch das Gebiet schwimmende Tiere. Letzterer Fall bedeutet, dass die Daten 
unabhängig voneinander sind, d.h. in den verwendeten Modellen können diese Detektionen 
als unabhängige Stichproben aufgefasst werden. Auch ist nicht klar, ob die Tiere durch ein 
Gebiet als ein loser Gruppenverband ziehen, welches bedeuten würde, dass die Detektionen 
aufeinanderfolgender Stunden / Tage / Wochen voneinander abhängig wären. Zeitreihen 
analysen sind somit daraufhin zu optimieren, in welchem Zeitfenster hier Autokorrelationen 
zwischen den Daten vorliegen könnten und somit in das Modell einfließen müssen, bzw. ab 
wann Daten wirklich als unabhängig gelten können. 
Räumlicher Aspekt 
Der Radius, in dem mittels eines C-PODs /T-PODs Daten erhoben werden können, ist stark 
eingeschränkt. Die Reaktion der Tiere kann somit immer nur auf einer sehr kleinen räumli 
chen Skala erfasst werden. Der Einfluss punktueller Störungen (Rammung einer Windener 
gieanlage) wird im Moment ebenfalls nur punktuell ausgewertet, bzw. mit Messgeräten er 
fasst. In wie weit die punktuelle Störung einen Einfluss auf die Entwicklung innerhalb einer
	        
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