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Full text: Jährlicher Zwischenbericht 2010

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Abbildung 9.34: Untersuchungsgebiet für die schiffsgestützten Erfassungen um das 
Testfeld „alpha ventus“ 
Um die Dichte der Schweinswale in dem Untersuchungsgebiet abschätzen zu können, wur 
de die „line transect distance sampling“ Methode (Buckland et al. 2001) angewendet. Hierbei 
wurden die definierten Transektlinien abgefahren, die das Untersuchungsgebiet repräsenta 
tiv abdecken und somit als Stichprobe dienen. Die Auswahl der Transekte erfolgt möglichst 
zufällig, so dass jeder Punkt im Untersuchungsgebiet die gleiche Wahrscheinlichkeit hat 
abgedeckt zu werden. Im Fall von den hier gewählten parallelen Transekten mit gleichblei 
bendem Abstand wird der Anfangspunkt der ersten Transektlinie zufällig gewählt. Es muss 
zudem darauf geachtet werden, dass die Transekte senkrecht zu einem bekannten Dichte 
gradienten (hier vor allem Tiefenlinien) liegen (Buckland et al. 2001). Zur Datenerhebung 
werden die Transektlinien abgefahren und dabei alle Sichtungen der Zieltierart aufgenom 
men. Zur visuellen Erfassung der Schweinswale wurde mit der sogenannten „double plat- 
form“ gearbeitet. Schweinswal-Sichtungen wurden von zwei voneinander unabhängigen 
Plattformen aus aufgenommen, der „Primary platform“ und der „Tracker platform“. Die Ob 
server der „Primary platform“ beobachten den Bereich von 270° bis 90° vor dem Schiff, mit 
einem Radius bis zu 500 m. Die Beobachter der „Tracker platform“ suchen mit dem Fernglas 
in einem weiteren Bereich als von der „Primary platform“ zu überblicken ist. Das Verhalten 
der Schweinswale während der Sichtungen wurde aufgenommen Detaillierte Verhaltensbeo 
bachtungen mit sog. BigEyes waren während der Schiffserfassungen geplant, konnten je 
doch wegen ungünstiger Wetterbedingungen und notwendiger Anpassungen der Observer- 
Plattformen nicht durchgeführt werden. Für jede Sichtung wird die rechtwinklige Entfernung 
(x) des Tieres zum Transekt bestimmt. Um die Tierdichte im Untersuchungsgebiet zu ermit 
teln, wird der Gesamtheit der gemessenen Entfernungen x zunächst eine Wahrscheinlich 
keitsfunktion g(x) (die sogenannte „detection function“) angepasst. Die Anpassung und Aus 
wahl der geeigneten Funktion sowie die Berechnung der Dichte und Abundanz erfolgte mit 
Hilfe des Programms „Distance 6.0“ (Thomas et al. 2010). Die "detection function" wird ge 
nutzt, um die effektive halbe Streifenbreite (ESW) zu berechnen. Beim line transect 
sampling dient die ESW, statt einer festgelegten Streifenbreite innerhalb derer ausschließ 
lich beobachtet wird, als Flächengrundlage für die Dichteberechnung. Die ESW gibt für jede
	        
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