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Full text: Jahresbericht 2019-2020 - Zeit für Mee(h)r Innovation

ınterdisziplinär forschen am Knotenpunkt von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft 47 
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14 Stationen messen in Nord- und Ostsee Unterwasserschall 
Schallmonitoring-Projekt „JOMOPANS“ 
Unter Wasser ist es niemals still. Wind, Wellen, Niederschläge, aber auch die Rufe 
zum Beispiel von Unterwassertieren wie dem Schweinswal bilden eine natürliche 
Geräuschkulisse. Die Nutzung der Meere führt zu darüberhinausgehenden Unter- 
wasserlärm, verursacht durch den Schiffsverkehr, den Einsatz von Unterwasser- 
technologien wie Sonaren und durch den Bau und Betrieb von Offshore-Installa- 
tionen. Anthropogener Unterwasserschall kann sich negativ auf einzelne Tiere und 
ganze Populationen auswirken. 
Der Parameter Unterwasserschall wird seit 
ainiger Zeit im Rahmen von nationalen 
And regionalen Forschungsprojekten im 
dinblick auf mögliche Auswirkungen auf 
die Meeresumwelt aufgezeichnet und 
Jntersucht. Ein Hauptziel dieser For- 
schung ist die Erarbeitung eines besseren 
Verständnisses der Quellen des kontinu- 
erlichen Unterwasserschalls für ein ziel- 
gerichtetes dauerhaftes Monitoring als 
arundlage für die Festlegung von Schwel- 
enwerten, welche einen guten Umweltzu- 
stand gewährleisten. Dieses Ziel steht ir 
direktem Zusammenhang mit der Meeres- 
strategierahmenrichtlinie (MSRL Deskrip- 
‘or 11). Seit 2014 trägt das BSH federfüh- 
/end zur Umsetzung der abgestimmten 
VMSRL Maßnahmen bei und betreibt fünf 
Dauerschallmessstationen in deutschen 
Gewässern. 
Am EU-Interreg-Projekt JOMOPANS (Joint 
Monitoring Programme for Ambient Noise 
in the North Sea) beteiligte sich das BSH 
als Koordinator des Arbeitspakets 5 zu 
‚Messung und Datenmanagement“. Durch 
diese Aktivitäten wurden unter anderem 
drei Dauerschallmessstationen in der 
Nordsee aufgebaut. Um Schalldaten 
auszuwerten und zu visualisieren, wurder 
ergänzend in BSH-internen Projekten 
(SOUND/SOUNDSCAPING) Applikationen 
ararbeitet. 
Als ein Produkt der Aktivitäten entstand im 
BSH ein Konzept zum Aufbau eines dau- 
erhaften Monitorings des kontinuierlichen 
Unterwasserschalls. Erste Schritte wurden 
bereits Ende 2020 umgesetzt, sodass das 
BSH aktiv die Entwicklung der Meeresum- 
weltüberwachung im Bereich des kontinu- 
ierlichen Schalleintrags mitgestaltet.
	        
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