Zwischenbericht StUKplus (FKZ 0327689A)
28.09.2010
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nareinsatz) mit den C-POD Daten ergab bislang keinen Hinweis auf eine Beeinflussung der
Habitatnutzung der Schweinswale (Abbildung 9.9).
Die vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) im Rahmen der StUKplus-Untersuchungen einge
setzten Echolote emittieren intensive akustische Signale im hochfrequenten bis Ultraschall
bereich. Eine Beeinflussung der Schweinswalaktivität im Nahbereich (durch das stationäre
Echolot) sowie in mittlerer Entfernung (durch das mobile eingesetzte Echolot) sind denkbar.
Auch hier ergab die Korrelationsanalyse jedoch keinen erkennbaren Zusammenhang
(Abbildung 9.14), so dass die vorzeitige Abnahme der dp10m-Tageswerte nicht auf den Ein
satz dieser Schallquellen zurückzuführen sein sollte.
300-08 1-09 100-09 200-09
Abbildung 9.14: Analyse der an C-POD Station 16 aufgezeichneten dpi0min-
Tageswerte in Relation zu den militärischen Aktivitäten (schwarze Kreise) in der süd
lichen Nordsee sowie zum Einsatz von Fisch-Echoloten (graue Punkte). Die Analyse
erfolgte mittels eines GAM. Der gesamte Untersuchungszeitraum ist im oberen Teil
der Abbildung dargestellt, die unteren Abbildungen zeigen Ausschnitts-
Vergrößerungen der Ergebnisse aus 2008 und 2009.
Rückkehr in Rammpausen / nach Ende der Rammarbeiten
Während der Errichtung des Umspannwerks erreichten die Wartezeiten zwischen zwei
Schweinswaldetektionen an der in 2,9 km Entfernung gelegenen C-POD Station 16 ein
mehrfach Werte über 1800 min mit einem Maximum von über 3 Tagen (4571 min.)
(Abbildung 9.15). Nach Abschluss der Rammaktivitäten sinkt dieser Wert zwar wieder auf
das Ausgangsniveau, wird danach aber von einem einzelnen, erneut sehr langen Intervall
gefolgt (> 3 Tage, 4370 min. Beginn während der Rammung, Wartezeit nach Ende der
Rammung 3920 min). Da zum Zeitpunkt der Berichtslegung keine detaillierten Rammproto
kolle sowie keine vollständigen Angaben über weitere schallintensive Aktivitäten Vorlagen,
können gegenwärtig keine Rückschlüsse über die Ursache dieser langen Intervalle gezogen