Zwischenbericht StUKplus (FKZ 0327689A)
28.09.2010
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Es wurden möglichst viele Installationsarbeiten an Land durchgeführt. Allerdings waren die
Möglichkeiten begrenzt, da durch Transport und Aufbau der WEA mit erheblichen mechani
schen Belastungen zu rechnen war, die für Kamera- und Computertechnik ein zu hohes Ri
siko bedeutet hätten. Auch die Verlegung von Kabeln ist erst offshore realisierbar, weil die
Kabel verschiedene Segmente der R4 (Gondel, Turm, Jacket) überbrücken müssen, die erst
auf See verbunden werden.
Umsetzbar war die Onshore-Installation bzw. -Anpassung der Kamerahalterungen. Die Kon
struktion für das VARS auf der Gondel der R4 konnte nach vorheriger Abstimmung mit dem
Anlagenhersteller REpower in Bremerhaven montiert werden. Die Kamerahalterung für das
VARS am Plattformdeck (Jacket der R4) wurde in Eemshaven (Niederlande) angepasst, um
eine Offshore-Installation sicherzustellen. Das Geländer der Plattform besitzt zwei verschie
dene Rohrdurchmesser, für die jeweils passende Schellen hergestellt wurden.
Abbildung 6.4: Kamerahalterung auf der Gondel der R4 (links) und Anpassung der
massiven Konstruktion auf dem Plattformdeck der R4 (rechts)
Totfundmonitoring an den REpower 5M im OWP „alpha ventus“
Eine zentrale Fragestellung bei den ökologischen Begleitforschungen am Offshore-Testfeld
„alpha ventus“ für den Bereich „Vogelzug“ betrifft die Quantifizierung von Vogelkollisionen an
Windenergieanlagen. Hierfür werden in verschiedenen Teilprojekten unterschiedliche tech
nische Ansätze verfolgt, die zwar Erfolg versprechend sind, jedoch indirekte Hinweise für
das Ausmaß von Vogelkollisionen abdecken können. Als Ergänzung zu diesen Projekten
wäre das Einsammeln kollidierter Vögel ein wichtiger Beitrag, der sich jedoch bislang bei
Offshore-Anlagen nicht verwirklichen ließ.
Nachdem durch technische Zeichnungen ersichtlich war, dass am Turmfuß der REpower 5M
vergleichsweise große Plattformen installiert werden, besteht nun die Möglichkeit, ein Tot
fundmonitoring an den Windkraftanlagen selbst zu etablieren. Dies wurde der DOTI mit
Schreiben vom 24.04.2009 vorgeschlagen.
Technische Voraussetzungen:
Das Plattformdeck besitzt eine Grundfläche von 14,2 x 16,8 m (zum Vergleich: Platt
formdeck FIN01, auf dem bereits ein Totfundmonitoring erfolgt: 16 x 16 m). Der Mast in
der Mitte verringert diese Fläche für die Fragestellung nicht wesentlich, da davon ausge