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Volltext : Fortschrittsbericht 2009

Zwischenbericht  StUKplus  (FKZ  0327689A)
28.09.2010

Seite  128

aller  Vorhabensgebiete  zu  vereinheitlichen  (d.h.  nur  gute  bis  moderate  Sichtungsbedingungen ­
  für  die  Auswertung  zu  nutzen).  Dazu  wurden  alle  Daten,  die  bei  einem  Seastate  <  2
(geltend  für  Beaufort  und  Petersen  Skala)  und  bei  generell  guten  Wetterbedingungen  aufgenommen ­
  wurden,  für  die  weitere  Auswertung  extrahiert.  So  kam  es  u.  U.  zum  Löschen
ganzer  Flugtage,  aber  auch  zum  Teillöschen  einiger  Transekte  im  Vorhabensgebiet.  Es
wurde  jeweils  schriftlich  dokumentiert,  wie  viele  Datensätze  aufgrund  der  angewendeten
Kriterien  (Seegang,  sonstige  Mängel)  ausgeschlossen  wurden.
Für  fünf  Vorhaben  wurden  Positionsdaten  nachgeliefert,  die  eine  zeitlich  und  räumlich  ausreichend ­
  hohe  Auflösung  (mindestens  eine  Position  pro  4  Sekundenabschnitt)  für  eine  georeferenzierte
  Darstellung  gewährleisteten.  Fehlten  die  Distanzangaben  zwischen  den  einzelnen ­
  Positionen  oder  waren  falsch  berechnet,  wurden  diese  mit  Hilfe  des  Programms
Geofunc  (Add-In  für  MS  Excel,  erhältlich  vom  National  Marine  Mammal  Laboratory  ),  berechnet. ­


Gemeinsame  Auswertung  aller  Vorhabensgebiete
Um  die  Daten  aller  Vorhabensgebiete  gemeinsam  darstellen  zu  können  wurden  sie  in  ein
einheitliches  Datenformat  gebracht  und  dann  gemeinsam  ausgewertet.  Abbildung  12.2  zeigt
die  saisonale  Verteilung  der  Tiere,  dargestellt  als  Tiere  pro  km.
Der  höchste  Suchaufwand  wurde  im  Frühjahr  und  Sommer  betrieben  (9.069  und  13.502  km,
Tabelle  12.1).  Dabei  wurden  trotz  des  geringeren  Suchaufwandes  die  meisten  Tiere  im
Frühjahr  gesichtet  (662  Tiere,  Tabelle  12.1).  Abbildung  12.2  zeigt,  dass  die  Tiere  im  Frühjahr
hauptsächlich  im  südwestlichen  Bereich  der  Untersuchungsgebiete  Borkum  Riffgrund,  Enova
  und  Gode  Wind  vorkamen.  Im  Sommer  waren  die  höchsten  Sichtungsraten  für  den  südöstlichen ­
  Bereich  des  Gebietes  Sandbank  24  bestimmt  worden.  In  den  anderen  Untersuchungsgebieten ­
  waren  die  Tiere  recht  unregelmäßig  verteilt.  Im  Herbst  und  Winter  wurde
eine  vergleichbare  Strecke  beflogen,  im  Winter  wurden  aber  etwas  mehr  Tiere  gesichtet.
Dies  wird  auch  in  den  Karten  deutlich  (Abbildung  12.2):  Im  Herbst  und  Winter  wurden
Schweinswale  hauptsächlich  im  mittleren  Bereich  des  gesamten  abgedeckten  Gebietes  gesichtet ­
  (für  viele  Rasterzellen  wurde  eine  Sichtungsrate  von  0.06-0.2  berechnet).  In  den
nördlichen  und  südlichen  Gebieten  wurden  im  Herbst  nur  wenige  Tiere  gesichtet.  Im  Gegensatz ­
  dazu  wurden  in  den  Wintermonaten  auch  in  den  südlicheren  Gebieten  Tiere  gesichtet,
jedoch  mit  geringerer  Sichtungsrate  (Abbildung  12.2).

Tabelle  12.1:  Überblick  über  die  in  allen  Vorhabensgebieten  erhobenen,  für  die  gemeinsame ­
  Auswertung  verwendbaren  Daten.

Jahreszeit

Vorhaben

Anzahl
Flüge

Suchaufwand
(km)

Anzahl
Sichtungen

Anzahl
Tiere

Frühjahr

Ohne  Sandbank  24

20

9  069

662

752

Sommer

Alle

29

13  502

585

673

Herbst

Ohne  Borkum  Riffgrund, ­
  Enova  und
Sandbank  24

5

3  096

88

107

Winter

Ohne  Albatros,  Sandbank ­
  24  und  Borkum
Riffgrund

9

3  607

154

174
            
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