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Full text: Fortschrittsbericht 2009

Zwischenbericht StUKplus (FKZ 0327689A) 
28.09.2010 
Seite 101 
stattfinden können. In welchem Umfang der Seegang berücksichtigt werden muss, ist daher 
zurzeit ebenfalls noch Untersuchungsgegenstand. 
Im Folgenden ist ein Beispiel einer Modellierung der Schallausbreitung des Rammschalls 
gezeigt, basierend auf der parabolischen Gleichung. Dazu wurde das Computerprogramm 
RAM Ver. 1.5 (Range-dependant Acoustic Model) vom Naval Research Laboratory der US- 
amerikanischen Marine verwendet. Es entstand ursprünglich in den 1990er Jahren (Collins 
1994, Collins et al. 1996) und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. 
Der Meeresboden wurde als homogener feiner bis sehr feiner Sand mit einer Kompressi 
onswellengeschwindigkeit von 1800 m/s angenommen, (siehe z.B. Hamilton 1980). Das in 
die Berechnungen eingehende Schallgeschwindigkeitsprofil wurde im August 2009 im Bau 
gebiet von alpha ventus gemessen (Abbildung 10.6). Die von der Mantelfläche des zu ram 
menden Pfahls abgestrahlte Schallwelle wird im Modell durch diskrete punktförmige Quellen 
ersetzt. Die Berechnungen für das Baugebiet mit ca. 30 m Wassertiefe wurden mit 29 Ku 
gelquellen im Abstand von jeweils einem Meter durchgeführt (Abbildung 10.7). 
Die so ermittelten Ausbreitungsdämpfungen wurden inkohärent aufgemittelt. Die zum Ver 
gleich der Ausbreitungsdämpfung herangezogene Thiele-Formel (Thiele & Schellstede 
1980) wurde für die Ausbreitungsklasse llg (Seegebiet südliche Nordsee, Seegang weniger 
als 2 m) berechnet. In Abbildung 10.8 ist das Ergebnis für drei verschiedene Frequenzen 
dargestellt, jeweils für eine einzelne Schallquelle in halber Wassertiefe und für einen Pfahl 
nach Abbildung 10.7. 
Abbildung 10.6: Im August 2009 im Gebiet von alpha ventus gemessenes Schallge 
schwindigkeitsprofil.
	        
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