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Volltext : Untersuchungen zum Einsatz der Laserbathymetrie in der Seevermessung

5  Studie  zur  Wirtschaftlichkeit

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5  Studie  zur  Wirtschaftlichkeit
Bisher  wurde  fast  ausschließlich  die  Qualität  der  Ergebnisse  analysiert,  die  sich  mit  dem  Verfahren
der  Laserbathymetrie  erzielen  lässt.  Das  folgende  Kapitel  soll  hingegen  die  finanziellen  Aspekte  näher
untersuchen.  Im  Mittelpunkt  steht  die  Frage,  ob  Laserbathymetrie  für  ausgewählte  Gebiete
wirtschaftlicher  ist  als  der  Einsatz  der  herkömmlichen  Vermessung  durch  Echolote.  Dazu  wird  im
nächsten  Abschnitt  ermittelt,  was  die  schiffsgestützte  Aufnahme  des  Seebodens  näherungsweise
kosten  würde.  Anschließend  folgt  eine  grobe  Schätzung  der  Kosten  für  die  Erfassung  durch
Laserbathymetrie.

5.1  Herkömmliche  Echolotvermessung
Bevor  die  Kosten  für  die  laserbathymetrische  Erfassung  der  deutschen  Ostseeküste  geschätzt
werden,  soll  zunächst  zum  Vergleich  der  Preis  für  eine  herkömmliche,  schiffsgestützte
Echolotvermessung  ermittelt  werden.  Die  Berechnung  erfolgt  auf  Grundlage  der  in  Abschnitt  4.4.2
identifizierten  Flächen,  die  potentiell  für  eine  Aufnahme  aus  der  Luft  geeignet  wären.  Dabei  werden
die  Flächen  im  Frühjahr  berücksichtigt,  da  zu  diesem  Zeitpunkt  etwas  bessere  Sichtbedingungen  im
Wasser  herrschen,  so  dass  die  erfassbare  Fläche  größer  ist  als  im  Flerbst.
Für  die  Vermessung  in  der  Ostsee  stehen  die  beiden  Schiffe  Deneb  und  Capella  zur  Verfügung.
Während  die  Deneb  für  tiefere  Gebiete  eingesetzt  wird,  eignet  sich  die  Capella  hingegen  eher  für  die
flacheren  Gewässer.  Zur  Abschätzung  der  Kosten  wird  angenommen,  dass  beide  Schiffe  jeweils  etwa
die  Hälfte  der  identifizierten  Flächen  vermessen  können,  da  sich  diese  über  unterschiedliche
Wassertiefen  erstrecken.  Angenommen  werden  die  Schiffstagessätzte  des  Jahres  2014,  nach  denen
die  Deneb  16.717  €  und  die  Capella  10.587  €  pro  Einsatztag  kostet.
Unter  einigen  vereinfachten  Annahmen  werden  nun  die  erforderlichen  Kosten  für  eine
schiffsbasierte  Vermessung  dieser  Flächen  berechnet.  Dazu  ist  zunächst  die  Länge  der  Lotlinien
erforderlich,  welche  wiederum  der  Sollaufgabe  des  BSHs  entsprechend  ermittelt  werden  muss.  In  der
Sollaufgabe  ist  festgelegt,  welche  Gebiete  der  deutschen  Ostsee  wie  oft  und  mit  welcher  Genauigkeit
gemessen  werden  müssen,  um  die  Sicherheit  für  die  Seeschifffahrt  zu  gewährleisten.  Die  in  Abschnitt
4.4.2  ermittelten  Flächen  liegen  großteils  in  den  Gebieten,  welche  bei  einer  Wiederholrate  von  25
Jahren  mit  einem  Maßstab  von  1:10.000  mittels  Vertikallotung  zu  vermessen  sind.  Der  Auflösung
entsprechend  wird  ein  Linienabstand  von  100  m  für  die  Kalkulation  angenommen.  Die  ebenfalls
enthaltenen  sogenannten  FIELCOM-Gebiete,  für  die  eine  höhere  Wiederholrate  sowie  eine
flächenhafte  Erfassung  des  Meeresbodens  vorgesehen  ist,  werden  in  der  Annahme  nicht
berücksichtigt.  Dies  ist  jedoch  nicht  ausschlaggebend,  da  diese  Areale  voraussichtlich  auch  weiterhin
mit  schiffsbasierter  Technik  beobachtet  werden  müssten.  Üblicherweise  werden  dabei  nur  die
eigentlichen  Fahrwasser  flächenhaft  aufgenommen.  Nach  dem  aktuellen  Stand  der  Technik  und
aufbauend  auf  den  Erfahrungen  des  Projektes  ist  die  Laserbathymetrie  derzeit  zur  Erfassung  der
Fahrwassersohle  wenig  geeignet.  Auch  andere,  dichter  oder  häufiger  zu  vermessende  Gebiete
werden  in  der  groben  Kostenabschätzung  nicht  berücksichtigt.
            
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