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Volltext: Untersuchungen zum Einsatz der Laserbathymetrie in der Seevermessung

3.1 Messkampagne 2012 
18 
Sensors entsprechen. Im Vergleich zu den 500 m werden bei 700 m verhältnismäßig sehr wenige 
Wasserpunkte, aber dafür noch relativ viele Seebodenpunkte gefunden. 
Insgesamt werden im Rahmen der ersten Kampagne fast 1,4 Milliarden verwertbare Punkte 
registriert. Weiterhin beinhalten die Punktwolken noch einen hohen Anteil an Punkten, welche 
eindeutig als Messrauschen zu identifizieren sind. Die Verteilung dieser Punkte erstreckt sich 
unterhalb des Sensors/Flugzeuges kegelförmig mit Höhen von 420 m oberhalb bis 350 m unterhalb 
der Erd- bzw. Wasseroberfläche bei einer Flughöhe von 500 m (Abbildung 7). Bei der Prozessierung 
durch die Firma Milan erfolgte eine Zuordnung dieser Punkte in die zusätzliche Objektklasse 
Rauschen. Der große Rauschanteil hat zur Folge, dass die Klassifikation und Detektion anderer Punkte 
bzw. Objekte negativ beeinträchtigt werden kann. So sind generell während der Auswertung auch 
innerhalb der Wassersäule viele Punkte zu finden, die das Auffinden von Unterwasserobjekten und - 
Vegetation erschweren. Bezüglich der Klassifikation der Punktwolke im Allgemeinen fällt auf, dass 
diese nicht optimal ist und einige Punkte eindeutig der falschen Objektklasse zugeordnet worden 
sind. So befinden sich beispielswiese einige als Seeboden zugeordnete Punkte teilweise mehrere 
Zehnermeter unter- und oberhalb der Meeresbodenoberfläche, welche somit der Klasse Rauschen 
hätten zugeteilt werden müssen. Derartige klar identifizierbare Ausreißer werden für die weiteren 
Analysen manuell von den Untersuchungen ausgeschlossen. Weniger auffällige Fehler wie z.B. die 
Zuordnung von Punkten innerhalb der Wassersäule der Klasse Seeboden verbleiben hingegen in den 
Daten. Sollten sie einen signifikanten Einfluss auf eine Auswertung haben, wird in diesem Bericht an 
der entsprechenden Stelle darauf hingewiesen. 
Erdoberfläche 
Abbildung 7: Messrauschen Befliegung 2012. Die 
Farbgebung entspricht der Punkthöhe. 
Tiefen Verteilung der Seebodenpunkte 
Flug 2012 
Tiefe [m] 
Abbildung 8: Histogramm über die erfassten Tiefen der 
Seebodenpunkte vom Flug 2012 sowie des Nachflugs von Area 1. 
Für die Seevermessung sind die den Meeresboden beschreibenden Punkte die wichtigste Information 
aus laserbathymetrischen Aufnahmen. Das Histogramm in Abbildung 8 zeigt die erreichten Tiefen in 
Ein-Meter-Schritten auf der x-Achse und die entsprechende Häufigkeit des Auftretens aller 
Seebodenpunkte von der ersten Messkampagne. Dabei wird zwischen der Hauptbefliegung und dem 
Nachflug von Area 1 unterschieden, weil unterschiedliche Sensoreinstellungen verwendet wurden 
und andere Bedingungen herrschten. Bei beiden Kurven liegt das Maximum im sehr flachen Bereich 
bis zu einem Meter Tiefe. Es werden Tiefen von 5-6 m (Hauptflüge) bzw. 6-7 m (Nachflug) erreicht. 
Die unterschiedliche Topographie des Meeresbodens bei den Flächen wird im Abschnitt 4.1.1.3 bei 
der Beschreibung der Punktdichten heraus gerechnet. Zusätzlich zu den in diesem Bericht 
durchgeführten Analysen sind die Ergebnisse einiger Auswertungen zu den Seebodenpunkten der
	        
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