3.1 Messkampagne 2012
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Sensors entsprechen. Im Vergleich zu den 500 m werden bei 700 m verhältnismäßig sehr wenige
Wasserpunkte, aber dafür noch relativ viele Seebodenpunkte gefunden.
Insgesamt werden im Rahmen der ersten Kampagne fast 1,4 Milliarden verwertbare Punkte
registriert. Weiterhin beinhalten die Punktwolken noch einen hohen Anteil an Punkten, welche
eindeutig als Messrauschen zu identifizieren sind. Die Verteilung dieser Punkte erstreckt sich
unterhalb des Sensors/Flugzeuges kegelförmig mit Höhen von 420 m oberhalb bis 350 m unterhalb
der Erd- bzw. Wasseroberfläche bei einer Flughöhe von 500 m (Abbildung 7). Bei der Prozessierung
durch die Firma Milan erfolgte eine Zuordnung dieser Punkte in die zusätzliche Objektklasse
Rauschen. Der große Rauschanteil hat zur Folge, dass die Klassifikation und Detektion anderer Punkte
bzw. Objekte negativ beeinträchtigt werden kann. So sind generell während der Auswertung auch
innerhalb der Wassersäule viele Punkte zu finden, die das Auffinden von Unterwasserobjekten und -
Vegetation erschweren. Bezüglich der Klassifikation der Punktwolke im Allgemeinen fällt auf, dass
diese nicht optimal ist und einige Punkte eindeutig der falschen Objektklasse zugeordnet worden
sind. So befinden sich beispielswiese einige als Seeboden zugeordnete Punkte teilweise mehrere
Zehnermeter unter- und oberhalb der Meeresbodenoberfläche, welche somit der Klasse Rauschen
hätten zugeteilt werden müssen. Derartige klar identifizierbare Ausreißer werden für die weiteren
Analysen manuell von den Untersuchungen ausgeschlossen. Weniger auffällige Fehler wie z.B. die
Zuordnung von Punkten innerhalb der Wassersäule der Klasse Seeboden verbleiben hingegen in den
Daten. Sollten sie einen signifikanten Einfluss auf eine Auswertung haben, wird in diesem Bericht an
der entsprechenden Stelle darauf hingewiesen.
Erdoberfläche
Abbildung 7: Messrauschen Befliegung 2012. Die
Farbgebung entspricht der Punkthöhe.
Tiefen Verteilung der Seebodenpunkte
Flug 2012
Tiefe [m]
Abbildung 8: Histogramm über die erfassten Tiefen der
Seebodenpunkte vom Flug 2012 sowie des Nachflugs von Area 1.
Für die Seevermessung sind die den Meeresboden beschreibenden Punkte die wichtigste Information
aus laserbathymetrischen Aufnahmen. Das Histogramm in Abbildung 8 zeigt die erreichten Tiefen in
Ein-Meter-Schritten auf der x-Achse und die entsprechende Häufigkeit des Auftretens aller
Seebodenpunkte von der ersten Messkampagne. Dabei wird zwischen der Hauptbefliegung und dem
Nachflug von Area 1 unterschieden, weil unterschiedliche Sensoreinstellungen verwendet wurden
und andere Bedingungen herrschten. Bei beiden Kurven liegt das Maximum im sehr flachen Bereich
bis zu einem Meter Tiefe. Es werden Tiefen von 5-6 m (Hauptflüge) bzw. 6-7 m (Nachflug) erreicht.
Die unterschiedliche Topographie des Meeresbodens bei den Flächen wird im Abschnitt 4.1.1.3 bei
der Beschreibung der Punktdichten heraus gerechnet. Zusätzlich zu den in diesem Bericht
durchgeführten Analysen sind die Ergebnisse einiger Auswertungen zu den Seebodenpunkten der