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Volltext : Bundesfachplan Offshore für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone der Nordsee 2013/2014

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Abwägung

Biotoptypen  geprüft.  Die  SUP  kommt  zu  dem  Ergebnis,  dass  bei  ausreichender  Verlegetiefe  und
unter  Berücksichtigung  der  Tatsache,  dass  die  Effekte  kleinräumig  auftreten  werden,  nach
derzeitigem  Kenntnisstand  keine  erheblichen  Auswirkungen  auf  das  Sediment  und  die
Benthoslebensgemeinschaften  zu  erwarten  seien.  Die  baubedingten  Auswirkungen  sind
temporär  und  kleinräumig.
Zudem  wird  gefordert,  auszuführen,  wie  genau  die  zeitliche  Gesamtkoordinierung  (gleichzeitige
Verlegung  oder  nacheinander  terminierte  Verlegung)  definiert  sei.  In  Bezug  auf  die  zeitliche
Koordination  wird  angestrebt,  dass  sämtliche  Arbeiten  derart  koordiniert  werden  sollen,  dass
immer  ausreichend  Ausweichmöglichkeiten  in  den  Schutzgebieten  aber  auch  in  der  gesamten
deutschen  AWZ  zur  Verfügung  stehen.
Die  Festlegung  geeigneter  Verlegeverfahren,  wie  ebenfalls  in  der  Konsultation  gefordert,  erfolgt
nicht,  da  die  Eignung  der  Verfahren  unter  Berücksichtigung  der  erforderlichen
Mindestüberdeckung  etwa  von  der  Wassertiefe  und  den  Sedimentverhältnissen  abhängt  und
zudem  die  Entwicklung  neuer  Verfahren  nicht  durch  Festlegungen  gehemmt  werden  soll.  Die
Ermittlung  des  geeigneten  Verlegeverfahrens  kann  erst  nach  Durchführung  der
Trassenuntersuchung  und  Kenntnis  der  konkreten  Projektanforderungen  erfolgen  und  bleibt  aus
diesen  Gründen  dem  Einzelverfahren  Vorbehalten.
Ein  Konsultationsteilnehmer  bittet  um  Aufnahme  eines  zusätzlichen  Planungsgrundsatzes  zu
Bauausschlusszeiten.  Die  Verlegung  von  Kabeln  im  Seetaucherkonzentrationsgebiet  solle
vorzugsweise  außerhalb  der  Hauptrastzeit  der  Seetaucher  (März  bis  Mitte  Mai)  erfolgen.
Dieser  Bitte  kann  nicht  gefolgt  werden.  Im  Gegensatz  zu  den  küstennahen  Gebieten  sind
Ausschlusszeiten  in  der  AWZ  nicht  zielführend.  Die  Verlegearbeiten  erfordern  meistens  die
Anwesenheit  von  zwei  bis  drei  Schiffen  vor  Ort.  Etwaige  Störungseffekte,  verursacht  durch  die
in  die  Verlegearbeiten  involvierten  Schiffe,  sind  lokal  sehr  eingeschränkt,  so  dass  erhebliche
Auswirkungen  auf  den  Rastbestand  der  Seetaucher  mit  der  erforderlichen  Sicherheit
ausgeschlossen  werden  können.
Berücksichtigung  von  Fundstellen  von  Kampfmitteln
Im  Rahmen  der  Stellungnahmen  wurde  vom  NABU  ein  strategisches  Konzept  für  den  Umgang
mit  Weltkriegsmunition  gefordert.  Entsprechende  Gebiete  sollen  kartiert  und  anschließenden
Risikoanalysen  erarbeitet  werden.  Zudem  sollte  auf  Sprengungen  verzichtet  und  entsprechend
andere  Bergungsmethoden  entwickelt  werden.
Im  Rahmen  des  BFO  ist  eine  Kartierung  und  anschließende  Analyse  von  möglichen
Munitionsgebieten  unter  zumutbarem  Aufwand  nicht  möglich.  Bereits  bekannte  Gebiete  werden
bei  der  Planung  vermieden.  Die  Antragsteller  sind  im  konkreten  Einzelverfahren  für  die
Ermittlung  und  Erkundung  von  etwaigen  Kampfmitteln  sowie  für  alle  daraus  resultierenden
Schutzmaßnahmen  selbst  verantwortlich  (entsprechend  DIN  4020).  Ob  und  in  welcher  Form
eine  Munitionsräumung  möglich  und  erforderlich  ist,  bleibt  dann  nach  einem  entsprechenden
Fund  im  jeweiligen  Einzelverfahren  zu  klären.  Diesbezüglich  wird  auf  die  Ausführungen  zum
Planungsgrundsatz  5.2.3.13  verwiesen.
9.2.6  Räumliche  Festlegungen
Im  Rahmen  der  Stellungnahmen  wurde  angemerkt,  dass  die  Karten  des  BFO  insoweit
intransparent  seien,  als  dass  keine  Karten  abgebildet  wären,  die  eine  Verschneidung
verschiedener  Gebiete  zeigten  bzw.  weil  Namen  und  Bezeichnungen  zu  anderen  Nutzungen
fehlten.  Bezüglich  der  Namen  wird  auf  die  Karten  des  Anhangs  verwiesen,  in  denen  alle  zuvor
genannten  Anlagen  auch  benannt  werden.  Zudem  ist  der  BFO  als  WMS-Dienst  im  Internet
verfügbar,  so  dass  eine  Verschneidung  mit  eigenen  Daten  und  BSH-Daten  möglich  ist.  Über  die
Funktionen  des  GeoSeaPortals  sind  hier  ebenfalls  die  Bezeichnungen  und  Namen  der
einzelnen  Anlagen  ermittelbar.  Eine  Karte,  die  alle  angesprochenen  Bezeichnungen  enthalten
würde  wäre  aufgrund  der  Vielzahl  an  Informationen  nicht  nutzbar.
            
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