Meilensteine für den maritimen Umweltschutz 39
Effiziente Überwachung reduziert die Schwefelkonzentration
In den Küstenregionen der Nord- und
Ostsee hat sich durch die dort schon
geltenden Regeln die Schwefelkonzentration
in der Luft in den letzten Jahren
halbiert. Die positiven Erfahrungen in
Nordeuropa haben den neuen Beschluss
der IMO zusätzlich befördert.
den Regelbetrieb überführt und weitere
Fernmessstationen zur Überprüfung der
Schiffsemissionen sind im Aufbau: Das
BSH hat 2017 den Probebetrieb einer
weiteren Station in Bremerhaven aufgenommen.
Die Einrichtung einer weiteren
Station in Kiel wird vorbereitet.
Dazu beigetragen hat auch das Projekt
MeSmarT (Measurement of Shipping
emissions in the Marine Troposphere;
www.mesmart.de). Das BSH entwickelte
in Kooperation mit dem Institut für Umweltphysik
der Universität Bremen eine
operationeil arbeitende Fernmessmethode
zur Abschätzung des Kraftstoffschwefelgehalts
von Schiffen im Elbe-Transit.
Dabei wird aus der Messung der chemischen
Zusammensetzung der Abgasfahne
vorbeifahrender Schiffe der Schwefelgehalt
des aktuell an Bord verbrannten
Kraftstoffes ermittelt. Die Ergebnisse der
Messungen an dem Standort in Wedel
belegen, dass nahezu alle der vorbeifahrenden
Schiffe den Grenzwert einhalten.
Die Messstation Wedel ist mittlerweile in
In Zusammenarbeit mit anderen Nordund
Ostseeanrainerstaaten arbeitet das
BSH an der Weiterentwicklung der Messmethode
und an der Etablierung eines
europäischen Messnetzes zur Überwachung
der Schiffsemissionen. Der Austausch
der Messergebnisse wird über
eine bei der European Maritime Safety
Agency (EMSA) angesiedelte Datenbank
erfolgen und zu einer effizienten und
nachhaltigen Durchsetzung der Einhaltung
der Grenzwerte führen.
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