Wever: Bestimmung des Beobaelittmgsortes etc.
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seltener, als anderswo auftreten, plötzlichen A enderungen in ihrer Richtung
unterworfen und deshalb sehr gefährlich.
4. Die Westseite des Gebietes, in welche der warme Agulhas - Strom
eindringt und die deshalb unruhigem Wetter weniger ausgesetzt ist; besonders
in dem nördlichen Theile, wo der vom SE-Passate veranlafste Triftstrom be
ginnt, wird beständiges, ruhiges Wetter angetroffen. Hier ist das Meer aus
nahmsweise kühl, weil das durch den Triftstrom nordwärts geführte Oberflächen -
wasser durch kühleres Wasser ersetzt wird, welches sowohl von unten her auf
steigt, als auch von der Oberfläche von Süden her zugeführt wird.
Die grofsen klimatischen Unterschiede zwischen den Gegenden ad 3 und
dem nördlichen Theile ad 4, d. h. zwischen der Nordost- und Nordwest-Ecke
des Gebietes, welche in denselben Breitegraden liegen, hängen von ihren Lagen
hinsichtlich der Gebiete mit hohem Luftdruck A und B (s. p. 9) ab, welche
südlich von den Passaten in dem Südatlautic und dem Indischen Ocean liegen.
Die anticyklonischen Winde, welche in der Nordwest-Ecke des Gebietes
rund um A wehen, sind südliche und kalte Luftströme; die anticyklonischen
in der Nordost-Ecke rund um B wehenden Winde sind nördliche und warme
Luftströme. Diese klimatischen Unterschiede werden noch durch die in beiden
Gegenden vorhandenen oceanischen Strömungen verstärkt: die Nordwest-Ecke
ist durch einen kalten nach Norden setzenden Strom charakterisirt, die Nord
ost-Ecke dagegen durch den warmen nach Süden setzenden Annikas-Strom.
Die direkten oder strengen Auflösungen für die Bestimmung des
Beobachtungsortes aus zwei Höhen der Sonne oder anderer be
kannten Gestirne nebst dem Zeitunterschiede der Beobachtungen.
Von Professor Dt. 0. D. E. Weyer in Kitt.
1. Ursprung der Aufgabe. Regionion tau. Tyclio Brnlie.
Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um die Aufgabe, ans der gegebenen
Lage dreier Punkte auf der Sphäre und den Abständen zweier derselben vou
einem vierten Punkte, die Lage dieses vierten Punktes zu bestimmen. Ueber
den Ursprung dieser Aufgabe bemerkte Gauss, 1 ) dafs sie schon im 16. Jahr
hundert von den Astronomen gebraucht wurde, um die Oerter vieler Sterne zu
bestimmen, u. a. des neuen Sterns in der Cassiopeja vom Jahre 1572, mittelst
der gemessenen Wiukelabstände desselben von zwei, der Lage nach bekannten
Steruen, zu denen also der Pol des Aequators oder der Ekliptik als dritter
bekannter Punkt gehörte. Auch Delambre (Conn. d. T. 1811 pag. 339 u. 340)
bezeichnet diese Aufgabe mit ihrer trigonometrischen Auflösung als ein seit
Tycho Brahe bekanntes Verfahren. Man kann aber noch ein Jahrhundert
weiter zurückgehen, wo das Verfahren bei der ältesten vollständigen Orts
beobachtung eines Kometen bereits von Begiomontan s ) in derselben Weise
l) Methodum peculiarem elevationem poli determinandi explicat C. F. Gatis.*. Gottingso
1808, pag. 7.
*) Scripta elatissimi mathematici M. Joannis Regioiuontani, de Torqueto, Astrolabii
armillati, Baeuloque asfronomieo, et Observationibus Cometarum, aneta necessariis, .Inanitis Sehooeri
Carolostadii additionibus. Nortinbergae If)44 in #"■, foi. 84: Problema nonum: Lorum Cometae
visum subtiliter agnoscere.