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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Wever: Bestimmung des Beobaelittmgsortes etc. 
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seltener, als anderswo auftreten, plötzlichen A enderungen in ihrer Richtung 
unterworfen und deshalb sehr gefährlich. 
4. Die Westseite des Gebietes, in welche der warme Agulhas - Strom 
eindringt und die deshalb unruhigem Wetter weniger ausgesetzt ist; besonders 
in dem nördlichen Theile, wo der vom SE-Passate veranlafste Triftstrom be 
ginnt, wird beständiges, ruhiges Wetter angetroffen. Hier ist das Meer aus 
nahmsweise kühl, weil das durch den Triftstrom nordwärts geführte Oberflächen - 
wasser durch kühleres Wasser ersetzt wird, welches sowohl von unten her auf 
steigt, als auch von der Oberfläche von Süden her zugeführt wird. 
Die grofsen klimatischen Unterschiede zwischen den Gegenden ad 3 und 
dem nördlichen Theile ad 4, d. h. zwischen der Nordost- und Nordwest-Ecke 
des Gebietes, welche in denselben Breitegraden liegen, hängen von ihren Lagen 
hinsichtlich der Gebiete mit hohem Luftdruck A und B (s. p. 9) ab, welche 
südlich von den Passaten in dem Südatlautic und dem Indischen Ocean liegen. 
Die anticyklonischen Winde, welche in der Nordwest-Ecke des Gebietes 
rund um A wehen, sind südliche und kalte Luftströme; die anticyklonischen 
in der Nordost-Ecke rund um B wehenden Winde sind nördliche und warme 
Luftströme. Diese klimatischen Unterschiede werden noch durch die in beiden 
Gegenden vorhandenen oceanischen Strömungen verstärkt: die Nordwest-Ecke 
ist durch einen kalten nach Norden setzenden Strom charakterisirt, die Nord 
ost-Ecke dagegen durch den warmen nach Süden setzenden Annikas-Strom. 
Die direkten oder strengen Auflösungen für die Bestimmung des 
Beobachtungsortes aus zwei Höhen der Sonne oder anderer be 
kannten Gestirne nebst dem Zeitunterschiede der Beobachtungen. 
Von Professor Dt. 0. D. E. Weyer in Kitt. 
1. Ursprung der Aufgabe. Regionion tau. Tyclio Brnlie. 
Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um die Aufgabe, ans der gegebenen 
Lage dreier Punkte auf der Sphäre und den Abständen zweier derselben vou 
einem vierten Punkte, die Lage dieses vierten Punktes zu bestimmen. Ueber 
den Ursprung dieser Aufgabe bemerkte Gauss, 1 ) dafs sie schon im 16. Jahr 
hundert von den Astronomen gebraucht wurde, um die Oerter vieler Sterne zu 
bestimmen, u. a. des neuen Sterns in der Cassiopeja vom Jahre 1572, mittelst 
der gemessenen Wiukelabstände desselben von zwei, der Lage nach bekannten 
Steruen, zu denen also der Pol des Aequators oder der Ekliptik als dritter 
bekannter Punkt gehörte. Auch Delambre (Conn. d. T. 1811 pag. 339 u. 340) 
bezeichnet diese Aufgabe mit ihrer trigonometrischen Auflösung als ein seit 
Tycho Brahe bekanntes Verfahren. Man kann aber noch ein Jahrhundert 
weiter zurückgehen, wo das Verfahren bei der ältesten vollständigen Orts 
beobachtung eines Kometen bereits von Begiomontan s ) in derselben Weise 
l) Methodum peculiarem elevationem poli determinandi explicat C. F. Gatis.*. Gottingso 
1808, pag. 7. 
*) Scripta elatissimi mathematici M. Joannis Regioiuontani, de Torqueto, Astrolabii 
armillati, Baeuloque asfronomieo, et Observationibus Cometarum, aneta necessariis, .Inanitis Sehooeri 
Carolostadii additionibus. Nortinbergae If)44 in #"■, foi. 84: Problema nonum: Lorum Cometae 
visum subtiliter agnoscere.
	        
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