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Full text: 71, 1943

Thiel, G.: Einiges über die Ergebnisse von Strombeobachtungen in der westl. Ostsee. 229 
Zeitpunkt der größten Geschwindigkeit des Flutstroms, so erhält man eine 
sofort auffallende Übersicht über die Streuung in den verschiedenen Tiefen der 
einzelnen Beobachtungsperioden. 
Beim Fehmarnbelt-Feuerschiff schwanken die Intervalle am stärksten in 0 m 
Tiefe zwischen 14 53= im Dezember 1937 und 4% 04m im Juli 1936, am geringsten 
in 20 m Tiefe zwischen 2b 21m im Juli 1936 und 3b 00m im Dezember 1987, 
Vor dem Südeingang zum Großen Belt schwanken die Intervalle am stärksten 
in 10m Tiefe zwischen 1b 27m im Juli/August 1937 und 3% 35m im April/Mai 
1937, am geringsten in 25m Tiefe zwischen 1h 23m ijm Dezember. 1937 und 
2b 12m im Juli 1936. 
Beim Fehmarnbeilt-Feuerschiff zeigt die Richtung des stärksten Flutstromes 
im Mittel nach O bis OSO; sie ist dort, mit. Ausnahme der Messungen im De- 
zember 1937, beständiger als 
auf der Meßstelle „Vor dem 
Südeingang zum Großen Belt“, 
Im Dezember 1937 weicht sie 
allerdings, wohl infolge des un- 
ruhigen Wetters, stark von der 
mittleren O- bis OSO-Richtung 
ab und zeigt nach 37°. Die Ge- 
schwindigkeiten sind beim Feh- 
marnbelt-Feuerschiff beständi- 
ger, obgleich sie im allgemeinen 
schwächer als vor dem Südein- 
gang zum Großen Belt sind; 
sie schwanken zwischen 7 bis 
4 cm/s, während sie vor dem 
Südeingang zum Großen Belt 
6 bis 10.5 cm/s erreichen, 
Auf der Meßstelle II „Yor dem 
Südeingang zum Großen Belt“ 
zeigt die Richtung des stärksten 
Flutstroms im Mittel nach SSW 
und macht im allgemeinen, mit 
Ausnahme vom Dezember 1937, 
von oben nach unten eine Links- 
drehung, d.h. die Richtung zeigt Abb. 2. Strom der Tee Se Juli/August 1937. 
ren Oberen Schichten nach Maßstab: 1 mm = 2em/s. Iie Zahlen bedeuten Stunden in M.B.Z 
allmählich nach Süden. Nur im Dezember 1937 tritt, wohl unter dem Einfluß 
der winterlichen Wassertemperaturen, eine Abweichung von der Regel ein: Die 
Richtung zeigt oben nach Süden, dreht in den mittleren Schichten nach SSW 
und am Boden wieder zurück nach Süden, Die Geschwindigkeiten sind in den 
unteren Schichten größer als in den oberen, am größten im allgemeinen in 20 m 
Tiefe, wo bis 10.5 cm/s erreicht werden, An der Oberfläche schwanken die Ge- 
schwindigkeiten zwischen 4 bis 6 cm/s, 
Die im Oktober/November 1938 beim Fehmarnbelt-Feuerschiff in 10 und 
20 m Tiefe durchgeführten Beobachtungen fügen sich, wie aus der Tabelle 
ersichtlich, gut in den allgemeinen Rahmen ein. 
Da die Messungen auf beiden Meßstellen zur gleichen Minute durchgeführt 
wurden, war es möglich, in den Spalten 10 bis 13 der Tab. 1 die Unterschiede 
zwischen den Intervallen beider Meßstellen, bezogen auf die Meßstelle II, aufzu- 
führen. Danach ergibt sich aus allen Beobachtungen, ein Mittelwert von + 1h 04m, 
d. h. der stärkste Flutstrom der M,-Tide tritt beim Fehmarnbelt-Feuerschiff im 
Mittel 1 Stunde und 4 Minuten später ein als vor dem Südeingang zum Großen 
Belt. Die Mittelwerte aus allen Tiefen weichen in den einzelnen Beobachtungs- 
perioden nicht sehr voneinander ab. Die Werte aus allen Beobachtungen liegen 
zwischen Oh 83m vor dem stärksten Flutstrom bei der Meßstelle II im Juli 1936 
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