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Full text: 52: Auswirkungen des Elbehochwassers vom Juni 2013 auf die Deutsche Bucht

Maximum der HW-Werte / 
Mittelwert vor dem HW 
Juli-Konzentration / Mai-Konzentration 
Konz. HH 
Frachten HH 
MEDEM* (Cux) 
EIDER* 
STG 16* 
IRGAROL 
1,0 
2,5 
1,09 
2,06 
1,32 
ISOPRUR 
5,1 
20,8 
0,89 
1,00 
0,26 
LINUR 
26,9 
93,6 
6,23 
3,13 
0,52 
MCPA 
1,1 
4,4 
1,99 
5,36 
0,54 
MECOPR 
0,5 
2,4 
0,72 
1,60 
0,72 
METAZCHL 
2,8 
9,2 
1,37 
1,40 
0,52 
METOLA 
61,7 
430,4 
14,55 
10,56 
0,83 
PFOA 
1,9 
12,5 
2,32 
1,72 
0,91 
PFOS-1 
2,2 
8,8 
1,14 
1,50 
0,88 
SIMAZ 
3,5 
13,7 
3,29 
1,38 
0,70 
TERBAZ 
34,9 
116,1 
21,32 
7,35 
0,73 
TERBUTR 
1,7 
4,5 
0,96 
2,43 
0,85 
*Die Station Cuxhaven im Elbe-Ästuar ist naturgemäß am stärksten vom Elbewasser beeinflusst (40 
bis 50% Süßwasserantell), Station EIDER liegt in der Elbe-Fahne In der DB und ST16 liegt vor der 
Ostfriesischen Küste außerhalb des Elbeeinflusses. 
Es wird deutlich, dass die Stoffe sich sehr unterschiedlich verhalten haben und eine große 
Bandbreite an Konzentrationsänderungen zu beobachten war. 
4.4.3 Diskussion und Bewertung 
Erwartungsgemäß gab es große Unterschiede zwischen einzelnen Stoffen: prinzipiell 
konnten mit der Hochwasserwelle sowohl ansteigende als auch gleichbleibende oder 
abnehmende Konzentrationen beobachtet werden. Die Frachten, die sich aus den Abflüssen 
multipliziert mit den Konzentrationen ergeben, ließen sowohl gleichbleibende als auch 
steigende Einträge erkennen. 
Einige Stoffe zeigten mit der Hochwasserwelle in der Elbe um den Faktor 2 bis 60 höhere 
Konzentrationen; dazu gehören a- und ß-HCH, Terbutylazin, Bentazon und Metolachlor. 
Diese Stoffe hatten entsprechend um den Faktor bis zu 430 erhöhte Frachten. Bei diesen 
Stoffen handelt es sich um Stoffe, die aus überfluteten Flächen freigesetzt wurden, wobei 
sowohl spezielle Altlasten (ß-HCH) als auch kürzlich angewandte Herbizide (Terbutylazin, 
Metolachlor) betroffen waren. 
Zu den Stoffen mit gleichbleibenden Konzentrationen zählen z.B. das nicht mehr verwendete 
Herbizid Atrazin oder die aus Verbrennungsprozessen stammenden Polyzyklischen 
Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Stoffe zeigten um 4-bis 8-fach erhöhte 
Frachten. Auch sie können durch flächenhafte Auswaschungen (Runoff) der überfluteten 
Gebiete erklärt werden, doch fand hier vermutlich keine aktuelle Anwendung statt. 
Eine dritte Gruppe (Benzotriazol, Pharmazeutika) zeigte im Elbewasser geringere 
Konzentrationen, wurde also durch die Hochwasserwelle verdünnt. Diese Stoffe zeigten nur 
gering veränderte Frachten mit allenfalls gering und kurzzeitig erhöhten Werten. Diese Stoffe
	        
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