Maximum der HW-Werte /
Mittelwert vor dem HW
Juli-Konzentration / Mai-Konzentration
Konz. HH
Frachten HH
MEDEM* (Cux)
EIDER*
STG 16*
IRGAROL
1,0
2,5
1,09
2,06
1,32
ISOPRUR
5,1
20,8
0,89
1,00
0,26
LINUR
26,9
93,6
6,23
3,13
0,52
MCPA
1,1
4,4
1,99
5,36
0,54
MECOPR
0,5
2,4
0,72
1,60
0,72
METAZCHL
2,8
9,2
1,37
1,40
0,52
METOLA
61,7
430,4
14,55
10,56
0,83
PFOA
1,9
12,5
2,32
1,72
0,91
PFOS-1
2,2
8,8
1,14
1,50
0,88
SIMAZ
3,5
13,7
3,29
1,38
0,70
TERBAZ
34,9
116,1
21,32
7,35
0,73
TERBUTR
1,7
4,5
0,96
2,43
0,85
*Die Station Cuxhaven im Elbe-Ästuar ist naturgemäß am stärksten vom Elbewasser beeinflusst (40
bis 50% Süßwasserantell), Station EIDER liegt in der Elbe-Fahne In der DB und ST16 liegt vor der
Ostfriesischen Küste außerhalb des Elbeeinflusses.
Es wird deutlich, dass die Stoffe sich sehr unterschiedlich verhalten haben und eine große
Bandbreite an Konzentrationsänderungen zu beobachten war.
4.4.3 Diskussion und Bewertung
Erwartungsgemäß gab es große Unterschiede zwischen einzelnen Stoffen: prinzipiell
konnten mit der Hochwasserwelle sowohl ansteigende als auch gleichbleibende oder
abnehmende Konzentrationen beobachtet werden. Die Frachten, die sich aus den Abflüssen
multipliziert mit den Konzentrationen ergeben, ließen sowohl gleichbleibende als auch
steigende Einträge erkennen.
Einige Stoffe zeigten mit der Hochwasserwelle in der Elbe um den Faktor 2 bis 60 höhere
Konzentrationen; dazu gehören a- und ß-HCH, Terbutylazin, Bentazon und Metolachlor.
Diese Stoffe hatten entsprechend um den Faktor bis zu 430 erhöhte Frachten. Bei diesen
Stoffen handelt es sich um Stoffe, die aus überfluteten Flächen freigesetzt wurden, wobei
sowohl spezielle Altlasten (ß-HCH) als auch kürzlich angewandte Herbizide (Terbutylazin,
Metolachlor) betroffen waren.
Zu den Stoffen mit gleichbleibenden Konzentrationen zählen z.B. das nicht mehr verwendete
Herbizid Atrazin oder die aus Verbrennungsprozessen stammenden Polyzyklischen
Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Stoffe zeigten um 4-bis 8-fach erhöhte
Frachten. Auch sie können durch flächenhafte Auswaschungen (Runoff) der überfluteten
Gebiete erklärt werden, doch fand hier vermutlich keine aktuelle Anwendung statt.
Eine dritte Gruppe (Benzotriazol, Pharmazeutika) zeigte im Elbewasser geringere
Konzentrationen, wurde also durch die Hochwasserwelle verdünnt. Diese Stoffe zeigten nur
gering veränderte Frachten mit allenfalls gering und kurzzeitig erhöhten Werten. Diese Stoffe