4.4.2 Konzentrationsverteilung in der Deutschen Bucht
Die Konzentrationsverteilungen der untersuchten Stoffe in der Deutschen Bucht im Juli 2013
entsprechen der erwarteten Verteilung, die durch hohe Konzentrationen in der Elbfahne und
abnehmende Werte zur offenen See nach Westen und in Richtung Norden charakterisiert ist.
Im Detail unterscheiden sich die Verteilungen allerdings für die einzelnen Stoffe signifikant.
In der Abbildung 37 und Abbildung 38 sind zunächst die Konzentrationsverteilungen der
Stoffe dargestellt, die erhöhte Frachten in der Elbe zeigten (ß-HCH, Terbutylazin,
Metolachlor). Die Situation im Juli 2013 (Mitte der Abbildungen) wird jeweils mit den
Konzentrationen verglichen, die Ende Mai vor der Hochwasserflut (oben) beobachtet
wurden. Die Ergebnisse aus der Septemberfahrt 2013 werden jeweils unten dargestellt. Es
ist deutlich erkennbar, dass die Werte im Juli für alle Stoffe signifikant höher waren als im
Mai. Die geringsten Erhöhungen wurden für y -HCH beobachtet (Faktor 1,5) während für
Metolachlor die höchsten Veränderungen gefunden wurden (Faktor 10). Der Bereich der
erhöhten Konzentrationen umfasst dabei allerdings einen relativ kleinen Bereich der inneren
Deutschen Bucht (DB).
Im September 2013 sind offensichtlich keine ungewöhnlichen Konzentrationserhöhungen
mehr erkennbar. Wasseraustauschprozesse mit geringer kontaminiertem Meerwasser,
advektiver Transport aus der Deutschen Bucht als auch Verdünnung durch Nordseewasser
führten zu einem Rückgang der durch das Elbehochwasser verursachten erhöhten
Konzentrationen aufgrund der ersten Süßwassereinträge in die Deutsche Bucht.