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Full text: 52: Auswirkungen des Elbehochwassers vom Juni 2013 auf die Deutsche Bucht

Brennstoffe und werden über viele Quellen diffus in die Umwelt eingetragen. Sie unterliegen 
starken saisonalen Schwankungen mit deutlich höheren Werten im Winter. 
Abbildung 31 zeigt eine relativ hohe Variabilität im Mai, so dass mit der Hochwasserwelle 
demgegenüber keine deutlichen Konzentrationserhöhungen sondern eher gleichbleibende 
Konzentrationen Vorlagen. Dies kann an der großen Schwankung des Schwebstoffgehaltes 
liegen. Interessanterweise wurde ab Mitte Juli wie bei den DDT-Metaboliten (Abbildung 30) 
wieder ein zweiter Anstieg beobachtet. Obwohl keine höheren Konzentrationen der PAK 
Vorlagen, kam es aufgrund der hohen Abflussdaten zu einer deutlichen Erhöhung der 
Frachten (in der Spitze um den Faktor 4 bis 8). 
-■-NAPH —PHEN -«-FLU -»-BAA 
-•-BAP —t—BGHIP Abfluss 
Abbildung 31: Zeitlicher Verlauf der Konzentrationen (links) und Frachten (rechts) ausgewählter 
PAK in der Elbe in Hamburg (Wittenbergen). 
Dieselöl oder andere Mineralölbestandteile wurden nicht in erhöhten Konzentrationen 
beobachtet. Die gemessenen Kohlenwasserstoffe (n-Alkane) zeigten ausschließlich Muster, 
die für natürliche Quellen typisch sind. Diese Substanzen sind leichter flüchtig und deshalb 
offensichtlich an unseren Beprobungsstationen nicht mehr nachzuweisen. 
Die insgesamt 25 untersuchten Pflanzenbehandlungsstoffe zeigten wiederum sehr 
unterschiedliche Verhalten, die sich meist aufgrund der Aktualität ihrer Anwendungen 
erklären lassen. So zeigten die Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) Terbutylazin, 
Bentazon, Linuron und Metolachlor sehr starke Konzentrationsanstiege mit Beginn der 
Hochwasserwelle am 10.6., die im Anschluss parallel zur Abflussmenge wieder abnahmen 
(Abbildung 32). Zusammen mit den hohen Abflussmengen ergaben sich daraus sehr hohe 
Frachten - ca. 20 bis 430-fach höher als im Mai. Allerdings muss dabei berücksichtigt 
werden, dass auch ohne das Hochwasser die Frachten im Anwendungszeitraum dieser 
Herbizide regelmäßig ansteigen. Auch die ganz unterschiedlichen Konzentrationsverläufe 
von MCPA 7 und Diuron müssen mit ihren spezifischen Anwendungszeiten erklärt werden: 
MCPA zeigte bereits Ende Mai hohe Konzentrationen, die dann im Verlauf des Juni nicht 
weiter stiegen, sondern parallel zur Abflussmenge sanken. Diuron zeigte dagegen erst Mitte 
Juli einen leichten Konzentrationsanstieg, wurde also durch die Hochwasserwelle kaum 
beeinflusst (Abbildung 33). 
7 MCPA: 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure, ein starkes und selektiv wirkendes Herbizid.
	        
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