4.3.3 Diskussion und Bewertung
Im Zuge des Elbehochwassers wurden erhöhte Elementkonzentrationen in Wasserproben
der Elbe nachgewiesen. Das Maximum der Gehalte wurde während des
Hochwasserscheitels, oder kurz (wenige Tage) danach gemessen. Während eher
partikelgebunden vorliegende Elemente vor allem durch Resuspension, also mit erhöhtem
Energieeintrag in das Oberflächensediment bei starker Strömung mobilisiert und relativ
schnell wieder aus der Wasserphase entfernt wurden, waren die vorwiegend gelöst
vorliegenden Elemente kaum durch diesen Effekt beeinflusst. Es war nur eine geringe
zusätzliche Mobilisierung dieser Elemente mit der Hochwasserwelle zu beobachten. Die mit
dem Hochwasser zusätzlich in die Deutsche Bucht transportierten Frachten waren nach
aktuellem Kenntnisstand zu klein, um hier, verglichen mit den Vorjahren, einen signifikant
sichtbaren Einfluss auf die Elementverteilung im Oberflächenwasser zu verursachen. Es
wurden keine Metallgehalte gemessen, die die Qualitätskriterien der Wasserrahmenrichtlinie
zur Festlegung des guten chemischen Zustandes im Gewässer überschritten.
Abbildung 27: Filtration einer Meerwasserprobe zur Abtrennung der Schwebstoffe und
Bestimmung der schwebstoffgebundenen Fraktion.