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Jun-Jul.2013
Abbildung 24: Zeitlicher Verlauf des Schwebstoffgehaltes im Oberflächenwasser der Elbe an der
Station Wittenbergen (Referenzwerte wie in Abbildung 23)
Im Laufe des Hochwassers änderte sich die Zusammensetzung des Schwebstoffs
hinsichtlich seiner Metallgehalte kaum. Auf die Schwebstofftrockenmasse bezogen variieren
diese kaum mehr als 20% (Abbildung 23 Mitte). Eine Ausnahme zeigt Mangan (Mn), dessen
Gehalt mit Bezug auf die Schwebstofftrockenmasse im Verlauf des Hochwassers deutlich
zunahm. Mangan ist ein redox-sensitives Element. Es kommt im Wasser, abhängig vom
Sauerstoffgehalt, vor allem in den Oxidationsstufen (II) und (IV) vor. Die bei
Sauerstoffmangel reduzierte Form Mn(ll) liegt vor allem gelöst vor und kann bei steigendem
Sauerstoffgehalt reversibel zu partikulärem Mn(IV) oxidiert werden. Die am
Hochwasserscheitel im Filtrat gemessenen hohen, im weiteren Verlauf abnehmenden
Mangangehalte und die gleichzeitig ansteigende Mangananreicherung am Schwebstoff
weisen auf Sauerstoffmangel im Wasserkörper während des Hochwasserscheitels hin, der
sich mit dem weiteren Verlauf der Hochwasserwelle abschwächte. Messungen der
Sauerstoffsättigung an der Station Seemannshöft (Institut für Hygiene und Umwelt,
Hamburg) unterstützen diesen Befund. Am 12.06. und 13.06. wurden 66% und 64%
Sättigung gemessen, dann stieg sie zunächst auf 77%, um dann nach einem kurzen
Rückgang vom 24. bis zum 26.6. weiter anzusteigen.
Alle anderen untersuchten Metalle zeigten im Verlauf des Hochwasserscheitels vom 12. auf
den 14.6., bezogen auf die Trockenmasse Schwebstoff, zunächst zunehmende Gehalte, die
dann auf einem weitgehend ähnlichen Niveau verharrten oder wieder leicht abnahmen.
Bezogen auf die Trockenmasse des Schwebstoffes waren die schwebstoffgebundenen
Metalle bei Wittenbergen, gegenüber den Messungen in der inneren Deutschen Bucht
(ELBE1), entweder angereichert (Zink > Kupfer > Blei > Mangan) oder auf gleichem Niveau
(Eisen und Nickel).
Bezogen auf das Wasservolumen waren die schwebstoffgebundenen Metallgehalte an der
Station Wittenbergen gegenüber ELBE1 dagegen ausnahmslos erhöht. Grund dafür waren
die an der Elbe, gegenüber der inneren Deutschen Bucht, erhöhten Schwebstoffkonzen-
trationen.
Mit den im Laufe der Hochwasserwelle deutlich abnehmenden Schwebstoffkonzentrationen
und Abflussmengen ergaben sich für alle Metalle vom Hochwasserscheitel bis in den Juli
hinein stark abnehmende Metallfrachten.