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Jun-Jul.2013
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Abbildung 23: Zeitlicher Verlauf der Metallgehalte im filtrierten Oberflächenwasser der Elbe an
der Station Wittenbergen [ng/L] (links); auf die Trockenmasse bezogener Elementgehalt im
Schwebstoff (Mitte) und schwebstoffgebundener Elementgehalt bezogen auf das
Wasservolumen (rechts). Vergleichswerte der Metallgehalte im Filtrat an der Station STADE
(links) und schwebstoffgebunden an der Station ELBE1 (Mitte und rechts) in Form eines
Balkens (10%-90% Perzentile und Mediane der gelösten Metallgehalte im dritten Quartal der
Jahre 2000-2012). Elbe-Abfluss bei Seemannshöft (unterbrochene Linie, blau).
Zur einfacheren Orientierung sind die in der Abbildungsmatrix zeilenweise betrachteten
Elemente von oben nach unten mit abnehmender Partikelaffinität sortiert (vergleiche auch
Abbildung 22). Die zeitliche Entwicklung der im filtrierten Wasser gemessenen
Elementgehalte (links) zeigt eine auffällige Ähnlichkeit von Elementen mit ähnlichem
Verteilungsquotienten zwischen wässriger und partikelgebundener Phase. Im Verlauf der
Abflusswelle wurden am Scheitelpunkt der Flut die höchsten, gelöst vorliegenden Gehalte
der Elemente mit einer hohen Schwebstoffaffinität gemessen (Eisen, Blei, Mangan, Zink).
Dagegen zeigten die Konzentrationen der Elemente, die eher im Filtrat angereichert sind, ihr
Maximum erst mit einer Verzögerung von ein bis zwei Tagen (Nickel, Kupfer).
Am Scheitelpunkt des Hochwassers wurden die höchsten Blei- und Eisenkonzentrationen
im Filtrat gemessen (Abbildung 23 links, Seite 27 oben), gegenüber dem Referenzzeitraum
2000 - 2012 ca. um den Faktor 10 bis 100 angereichert. Gleichzeitig wurden auch die
höchsten Schwebstofffrachten gemessen (vgl. Abbildung 24). Ein Erklärungsmodell für
dieses Verhalten wäre, dass bei maximalem Energieeintrag (Hochwasserscheitel) und
gleichzeitig maximaler Schwebstofffracht, der sehr feine kolloidale Eisen- und Blei-Anteil
ebenfalls erhöht gewesen sein könnte und dieser dann bei der Messung des Filtrats
zusätzlich zur „gelösten Fraktion“ beigetragen haben könnte.
Keines der untersuchten Elemente überschritt die gemäß Richtlinie 2008/105/EG zulässigen
Höchstwerte. Im weiteren Verlauf der Hochwasserwelle nahmen die Blei- und Eisen-Gehalte
schnell wieder ab. Die im Filtrat gemessenen Konzentrationen der anderen Elemente
(Mangan, Zink, Nickel, Kupfer, Quecksilber) überschritten das 90% Perzentil des
langjährigen Referenzzeitraums kaum oder gar nicht.