Tabelle 6: Vergleich die mittleren Nährstofffrachten von Nitrat und Phosphat in den Monaten
Juni und August mit den Hochwassermonaten Juni 2013 und August 2002 [7] für die Elbe in
Hamburg.
Mittlere Fracht
im Juni
(1992-2005)
Juni 2013
Mittlere Fracht
im August
(1992-2005)
August 2002
Nitrat
ca. 3200 t N
ca. 21.000 t
N
2000-3500 t N
10.000-15.000 tN
Phosphat
ca. 70 t P
930 tP
60-130 t P
600-1.000 t P
In Tabelle 6 werden geschätzte mittlere Juni- und August-Frachten für Nitrat und Phosphat
mit den mittleren Frachten während der Flochwassersituation im August 2002 und Juni 2013
gegenübergestellt. Während die Nitratfrachten im August 2002 um das 4-5-fache
angestiegen waren, stiegen im Juni 2013 die Nitratfrachten um das ca. 7-fache an. Die
Phosphatfrachten erreichten im August 2002 den 8-10-fachen Wert, während im Juni 2013
die Phosphatfrachten um das 13-fache anstiegen. Diese einfachen Vergleiche (ohne
Berücksichtigung weiterer Einflüsse) zeigen, dass die Nährstoffbelastung während der
Flochwassersituation 2013 ca. ein Drittel höher war als im August 2002. Auswirkungen auf
das Nordseewasser in der Deutschen Bucht, wie großflächige Planktonblüten oder
ungewöhnliche Sauerstoffmangelsituationen wurden während der Sommer-Monitoringfahrt
2013 allerdings nicht beobachtet.
4.3 Metalle
4.3.1 Zeitlicher Verlauf der Konzentrationen in der Elbe
Im Rahmen der Sonderuntersuchungen wurden im Verlauf der Hochwasserwelle am Anleger
Wittenbergen sieben Wasser- und Schwebstoffproben auf deren Metallgehalte untersucht.
Die Untersuchungen wurden im weiteren Verlauf des Hochwassers (Juli) auf Messungen in
der inneren Deutschen Bucht ausgedehnt, um Informationen über die Verteilung der
Metallfrachten in die Nordsee zu erhalten.
Ein wesentlicher Faktor bei der Bewertung der Metallbelastung in der Wassersäule ist deren
Verteilung zwischen gelöster und schwebstoffgebundener Phase. Diese beeinflusst das
Transport-, Transformations-, Sedimentations- und Resuspensionsverhalten der
unterschiedlichen Elemente deutlich. In Abbildung 22 ist der gelöst in Wasserproben der
Deutschen Bucht vorliegende Elementgehalt (0,45pm Filtrat), bezogen auf den
Gesamtgehalt (gelöst und schwebstoffgebunden), als Prozentanteil in einem Boxdiagramm
dargestellt. Dabei sind die Elemente von links nach rechts mit zunehmend gelöst
vorliegenden Anteilen sortiert. Einige Elemente, wie Eisen oder Blei liegen deutlich
überwiegend schwebstoffgebunden vor (links auf der Elementskala), andere Elemente wie
Cadmium, Kupfer oder Nickel überwiegend gelöst.