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Full text: 52: Auswirkungen des Elbehochwassers vom Juni 2013 auf die Deutsche Bucht

5 Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein in 
Flintbek; http://www.schleswlg-holstein.de/LLUR/DE/LLUR_node.html 
hingegen offenbar auf bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingeleiteten Silikat-Frachten (vgl. 
auch Abbildung 13) bzw. dem Transport angereicherter Wassermassen zurückzuführen. 
4.2.3 Diskussion und Bewertung 
Der Einfluss des Elbehochwassers auf eine Erhöhung der Nährstoffkonzentrationen in der 
Deutschen Bucht ist klar ersichtlich. An mehreren Stationen (z.B: UFSDB, FIELGO, FILOCFI, 
KS11) konnten z.B. höhere Stickstoffkonzentrationen nachgewiesen werden. Die durch die 
Biologische Anstalt Flelgoland durchgeführten Messungen bestätigten eine Zunahme der 
Konzentrationen an Nitrat, Phosphat und Silikat, insbesondere in den küstennahen 
Bereichen. 
Außergewöhnliche Süßwassermengen im Juni/Juli 2013 und durch das Hochwasser 
mobilisierte hohe Nitratfrachten schoben sich aufgrund der ruhigen Wetterlage ungestört in 
die Deutsche Bucht vor. Die Ausbreitung des Elbehochwassers bis zur Station UFSDB wird 
auch durch Ergebnisse der vorliegenden Ausbreitungsrechungen bestätigt. 
Silikat, das während der Hochwassersituation durch verstärkte Erosion aus den Böden 
ausgewaschen wurde und in der Flutwelle im Vergleich zu dem langjährigen Juni-Mittel 
kurzzeitig eine 60-fache Konzentrationserhöhung erreichte, zeigte an den Stationen AMRU2 
und HELGO trotz Verdünnung durch das Nordseewasser und auftretende Algenblüten 
(Algenfrüherkennungssystem (ALGFES), Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und 
ländliche Räume 5 , Flintbek) noch um den Faktor 6 erhöhte Werte. 
Da während der Hochwassersituation große Mengen an Ammonium über die Landwirtschaft 
in die Umwelt gelangten, Abwassertanks beschädigt und überspült wurden, war auch für 
Nitrit ein Anstieg zu beobachten. Die Konzentrationen sanken wesentlich langsamer als die 
des Nitrats wieder ab, da durch ablaufendes Wasser aus den überschwemmten Flächen 
immer noch Ammonium (-> Nitrit) ausgespült wurde. 
Die durch das eingetragene Elbehochwasser erhöhten stickstoffhaltigen Nährstoff- und 
Silikatkonzentrationen waren während der Septemberaufnahme in der Deutschen Bucht 
nicht mehr nachweisbar. Viele Einflüsse, wie Verdünnung durch das Atlantikwasser, 
Aufzehrung durch Plankton, Denitrifizierung führten zum Rückgang der durch das 
Elbehochwasser eingetragenen Nährstoffe. 
Die höchsten Chlorophyll a-Konzentrationen zeigten sich Anfang Juli in küstenferneren 
Bereichen, einhergehend mit einer starken Zunahme an Diatomeen. Der Anteil der 
Diatomeen am Phytoplankton nahm im Laufe des Sommers, hauptsächlich bedingt durch die 
hohen Einträge an Silikat zu. 
Ein Vergleich des Elbehochwassers 2002 mit der Hochwassersituation 2013 bezüglich, 
seiner Auswirkungen durch erhöhte Nährstoffeinträge in die Deutsche Bucht ist kaum 
möglich, da zu viele Einflüsse (siehe oben), nicht zuletzt auch die Jahreszeit, bei der 
Bewertung berücksichtigt werden müssten.
	        
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