Der Vergleich der transportierten Nitrat-Frachten (Tonnen/Tag) zum Zeitpunkt des
Flutscheitels (12.6.2013) mit dem durchschnittlichen Juniwert zeigt einen kurzzeitigen
Anstieg um mehr als das 10-fache während der Flochwasserwelle (Tabelle 2). Auch 12 Tage
nach dem Flutscheitel war mit 374 t/Tag der durchschnittliche Wert von 105 t/Tag noch nicht
erreicht. Anfang Juli betrug die Nitrat-Fracht noch 248 t/Tag und stieg sogar wieder leicht an,
da die zurückgehende Abflussmenge eine Aufkonzentrierung zur Folge hatte.
9 Nitrit — — Abfluss
Abbildung 10: Zeitlicher Verlauf der Konzentration ftjmol/L] (links) und Fracht [t/Tag] (rechts)
von Nitrit in der Elbe in Hamburg (Wittenbergen) (12.06.2013-08.07.2013). Ergänzt sind diese
Ergebnisse mit Analysenergebnissen vom HU, Hamburg (4.06.-10.06.2013), Seemannshöft. Die
gestrichelte blaue Linie gibt die Abflussmenge [m 3 /sec] an.
Nitrit (Abbildung 10) entsteht einerseits als Zwischenprodukt bei der Umwandlung
(Oxidation) von Ammonium zu Nitrat. Andererseits zählt Nitrit, ebenso wie Phosphat, zu den
Abwasserindikatoren. Da während der Hochwassersituation große Mengen an Ammonium
über die Landwirtschaft in die Umwelt gelangten sowie Abwassertanks beschädigt und
überspült wurden, ist auch für Nitrit ein Anstieg zu beobachten. Die Konzentrationen sanken
wesentlich langsamer als beim Nitrat, da durch ablaufendes Wasser aus den
überschwemmten Flächen immer noch Ammonium ausgespült wurde.
Noch deutlicher zeigt dies der Verlauf von Ammonium (Abbildung 11). Hier trat zum Ende
des Hochwasserscheitels eine Verdünnung auf, die jedoch während der zurückgehenden
Wassermassen durch hohe Ammoniumkonzentrationen ausgeglichen wurde und schließlich
zu einem deutlichen Anstieg führte. Die höchsten Konzentrationen wurden daher erst am
26.06./28.06.13 gemessen und sanken erst dann langsam wieder ab.
• Ammonium — — Abfluss
Abbildung 11: Zeitlicher Verlauf der Konzentration ftjmol/L] (links) und Fracht [t/Tag] (rechts)
von Ammonium in der Elbe in Hamburg (Wittenbergen) (12.06.2013-08.07.2013). Ergänzt sind
diese Ergebnisse mit Analysenergebnissen vom HU, Hamburg (4.06.-10.06.2013),
Seemannshöft. Die gestrichelte blaue Linie gibt die Abflussmenge [m 3 /sec] an.