gewählten Modellierungsansatz für konservative Stoffe grundsätzlich bestätigte und das
Potential, diesen zukünftig verstärkt für prognostische Verteilungen zu verwenden, aufzeigt.
2 Einleitung und Hintergrund
Ende Mai und insbesondere im Juni 2013 traten in den deutschen Flussgebieten starke
Hochwasserereignisse auf, verursacht durch ergiebige Regenfälle, die durch die zu dieser
Zeit vorherrschende ungewöhnliche Wetterlage („Tief Mitteleuropa“) ausgelöst wurden. Der
Deutsche Wetterdienst berechnete, dass in den vier entscheidenden Tagen (30.5.-2.6.2013)
knapp 23 Billionen Liter Wasser mit einem Spitzenwert von 400 L/m 2 in Aschau-Stein/Bayern
akkumulierter Regenmenge innerhalb von 94 h auf Deutschland gefallen sind [1].
Schon in den Wochen vor dem Hochwasser erhielten viele Gebiete in Deutschland die
doppelte Menge des durchschnittlichen Monatsniederschlags. In einem weiten Bogen von
Schleswig-Holstein im Norden bis Bayern im Süden erreichten die Gesamtniederschläge
250% der langjährigen Durchschnittswerte. Der Boden war an Wasser übersättigt - im Mai
wies rund 40% der Fläche Deutschlands Werte für die Bodensättigung auf, wie sie seit
Messbeginn 1962 noch nie festgestellt wurden [2]. Diese großen Niederschlagsmengen
(Abbildung 1) führten zu einem sprunghaften Anschwellen der Abflussraten der Flüsse und
erheblichen Überflutungen großer Bereiche in den umliegenden Einflussgebieten von Donau
und Elbe [3].
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Niederschlagshöhen für die Station Garsebach bei Meißen
Zeitraum: 01.05.2013 bis 03.06.2013
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Niederschlagshöhe Mai 2013:146,3 mm /
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Abbildung 1 Aufeinanderfolge der täglichen Niederschlagshöhen (blaue Balken) und deren
kumulierte Summe (rote Linie) mit Angabe des Niederschlagssolls im Monat Mai (orange Linie)
am Beispiel der Station Garsebach bei Meißen (01.05. bis 03.06.2013) [1].
In Abbildung 2 sind die täglichen Abflusssummen an der Messstelle Neu Darchau für die
Jahre 2002 und 2013 dargestellt. Während das Maximum zur Zeit des Elbehochwassers im
August 2002 ca. 3400 m 3 /s betrug, wurde im Juni 2013 bei Neu Darchau eine Abflusssumme
von 4250 m 3 /s erreicht.
Der Verlauf der Salzgehalts-Tagesmittelwerte (TMW) am Elbe-km 724 (schwarze Linie) und
Elbe-km 732 (grüne Linie) und die werktäglichen Werte des Salzgehalts vor Helgoland
(blaue Linie) spiegeln den Zusammenhang zwischen erhöhten Abflussraten und
zurückgehenden Salzgehalten bei Helgoland wieder. Durch die stark erhöhten Abflüsse