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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Herrmann, E.: System der Einwirkung von Sonne und Mond usw. 135 
Durch die harmonische Analyse der Summen für die einzelnen Intervalle 
der genannten Perioden ergeben sich für die Kosinuswellen der einfachen Winkel- 
geschwindigkeit die in der folgenden Tabelle enthaltenen Werte von A und B. 
RB AN R"' 
H 
mm 
398 
HH! 
mm 
N 12 792,3 
nt 4- 22208 
2— 0 — 7422 
re 62.1 
1—8 79 
+26 
a5 Pa 
+1 635.9 12.771,85 1 729.3 
— 39.7 „ 2 309.5 43.7 
‘13742 2320 686.3 7 430.4 
;-1348.6 AO 0.80 256° 945.4 1 185,2 
-1-3583.1 0.7. © — 6209 590.8 —3 804.2 
A +3 568.7 0.44 0.48 2320 - 39.8 1-3 868.0 
402.2 A 828.3 0.51 } . 112° 2568 + 898.J 
Nach Verbesserungen der Werte von A und B zur Beseitigung der Größen, 
die durch die Kosinuswelle x in den Werten für die anderen Perioden auftreten, 
wurde eine sukzessive Näherungsrechnung in der Weise ausgeführt, daß mit der 
Gruppe + und n— 0 beginnend, die Konstanten H und « dieser Perioden 
berechnet wurden, mit den so gewonnenen a und dem Mittel der beiden für H ge- 
fundenen Werte wurden die Werte A und B der anderen Perioden verbessert. Dann 
wurden die verbesserten Größen A und B für zwei andere, symmetrisch zu 7 gelegene 
Winkelgeschwindigkeiten zur Berechnung der H und « dieser Perioden benutzt, 
und mit Hilfe dieser Größen wieder die Verbesserungen für die anderen Perioden 
berechnet. Nach nur sehr wenigen, höchstens zweimaligen Wiederholungen dieser 
Annäherungsrechnungen ergaben sich die in der vorstehenden Tabelle angegebenen 
Werte von H und &. A” und B” sind die Werte von A und B, wie sie sich aus 
den mittleren Werten H’ und den @ der vorstehenden Tabelle ergeben, Nur die 
Werte A” B” für n+2w und n— 26 weichen etwas stärker von den aus den 
Beobachtungen unmittelbar sich ergebenden ab. Dies dürfte darauf zurück. 
zuführen. sein, daß die Wellen % + (@® + go) hier nicht in Rechnung gezogen sind, 
denn diese Wellen sind in den Größen A und B für % E26 mit einem größeren 
Faktor enthalten (vgl. Tabelle S. 134). Die Wellen % + (w® -{- 0) wurden zwar 
auch der Rechnung unterworfen, ergaben aber in der ersten Annäherung unter 
Berücksichtigung von n-+&Ä nur Werte von H im Betrage von etwa 0.15 mm 
und wurden daher in der ferneren Rechnung zunächst nicht weiter berücksichtigt. 
Dies geschah auch aus dem Grunde, weil % -t (@w +0) für sich allein noch nicht 
die Zusammenfassung in ein Produkt von Kosinus mit nur je einem Argument 
gestatten, und die ihre Errechnung kontrollierenden Wellen % 4 (® — 0) erst mit 
24 3@w zur Berechnung gelangen können. 
Werden nun aber die in der obigen Tabelle enthaltenen Kosinus zu Pro- 
dukten vereinigt, so stellt sich der Luftdruckgang zu Thorshavn in seinen ersten 
Gliedern, beginnend mit dem 1. Januar 1891, durch die Formel: 
3.98 mm cos (nt -+ 187°) + 1.06 mm cos. (n t 4 298°) cos (w t-+ 67°) + 
1.60mm cos (n t-+277°) cos (g t + 339°) + 0.96 um cos (2 t -+ 352°) cos (2 [@ t + 759] + 909) 
dar. Nun sind die Längen der Mondbahnelemente am 1. Januar 1891: des auf- 
steigenden Knotens 73°, des Perigäums 328°. Die in Verbindung mit wt und ot 
unter dem Kosinuszeichen enthaltenen Größen sind daher in den zu erwartenden 
Fehlergrenzen den entsprechenden Längen gleich. Bei 2 wt tritt außerdem noch 
der Summand 90° hinzu. Dies bedeutet aber nichts anderes, als daß das Glied 
für 2 wt gleichzeitig mit dem Gliede für wt gleich Null wird. Übrigens ergeben 
sich aus der ersten Annäherung der hier zunächst nicht weiter berücksichtigten 
Werte fürn + (w + 0) für die Phasen am 1, Januar 1891 für 7 290°, w + 0 38°; 
die Summe der Längen von Mondknoten und Perigäum ist aber 41° Also auch 
hierbei zeigt sich‘ die Übereinstimmung der Phasen mit den Längen der Mond- 
bahnelemente, wobei bemerkt werden mag, daß in dem Fortschreiten der An- 
näherungsrechnung die Phasen nur geringere Änderungen erfahren. 
Betrachtet man aber die % enthaltenden Faktoren der cos-Produkte, so 
erhält man als Mittel der Phasen für in den drei Gliedern 279°, wenn man in dem 
letzten Gliede die Phase um 90° verringert. Die Länge der Sonne am 1. Januar 
ist aber 281°. Also auch hierin scheint sich eine Übereinstimmung anzudeuten, 
die aber vielleicht nicht allgemein gilt, sondern nur für den Fall einer ozeanischen 
Lage, wie Thorshavn, für das auch die ungestörte Jahresperiode um fast genau 
90° in Phase von der Sonnenlänge abweicht.
	        
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