Dr. Erich Goedecke: Der Kalkgehalt im Oberflächenwasser der Unterelbe und Deutschen Bucht
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filtrierten und unfiltrierten Wasserproben durchgeführt sind.“ (Schulz, 1922.) Auch Z o r e 11 hat die Be
deutung der Filtration von „trüben“ Wasserproben vor der Alkalinitätsbestimmung erkannt und an einigen in
deutschen Flußmündungen geschöpften Wasserproben durchgeführt.
Auf Anregung meines Lehrers Herrn Prof. Dr. Br. Schulz habe ich im April des Jahres 1932 die Auf
gabe übernommen, die Alkalinitätsverhältnisse des Oberflächenwassers der Elbmündung und der Deutschen Bucht
eingehender zu verfolgen. Da die Verteilung des Salzgehaltes und der Alkalinität innerhalb des Untersuchungs
gebietes stark schwankt, war es nötig, zeitlich und örtlich möglichst dichte Beobachtungsreihen zu gewinnen
(vgl. Seite 9). Weitere Voraussetzung war eine mit möglichst kleinen Fehlern behaftete Methode der Alkalinitäts
bestimmung (vgl. Seite 13), weiterhin eine einfache Methode für die Auswertung des umfangreichen Beobachtungs
materials (vgl. S. 13). Außerdem war bei Prüfung der Ergebnisse darüber zu wachen, ob nicht noch andere
im Meerwasser ebenso wichtige wie die schon bekannten Faktoren vorhanden sein würden, die für die
Erklärung der vorhandenen Verhältnisse von grundlegender Bedeutung sein könnten. Auch war damit zu rechnen,
daß Fragenkomplexe aus angrenzenden Fachwissenschaften wie z. B. Biologie oder Geologie angeschnitten und zur
Diskussion stehen würden.