Bundesanstalt für
Gewässerkunde
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Veranstaltungen
7/2013
Abbildung 1: Hüllpolygone bathymetrischer Vermessungskampagnen im Funktionalen Bodenmodell
für den Bereich der Deutschen Bucht, eingefärbt nach ihrem Aufnahmejahr; im Hintergrund das zeit
invariante bathymetrische Basismodell
Die Metadaten enthalten unter anderem Informationen zum Aufnahmezeitpunkt und zur
Messgenauigkeit. Entsprechend der Struktur der Vermessungsdaten, die vom jeweiligen
Messverfahren abhängt (Profilvermessungen, Single- bzw. Multibeam-Echo-Sounder und
LIDAR-Daten), sind in den Metadaten Angaben zum Aussagebereich und zur empfohlenen
örtlichen Interpolationsmethode abgelegt.
Abbildung 1 zeigt das derzeitige Inventar an bathymetrischen Daten im Funktionalen Bo
denmodell für den Bereich der Deutschen Bucht. Im hochdynamischen Küstennahbereich
sind die aktuellsten Daten und meisten Wiederholungsmessungen zu finden.
3.2 Raum-Zeit-Interpolation
In Bereichen, in denen Wiederholungsmessungen vorhanden sind, stellen die Zeitpunkte der
frühesten und letzten Tiefenmessung die Grenzen einer kontinuierlichen Raum-Zeit-
Bathymetrie dar (s. Abbildung 2). Innerhalb dieser kontinuierlichen Raum-Zeit-Bathymetrie
können durch die im Funktionalen Bodenmodell implementierten raum-zeitlichen Interpola
tionsverfahren quasi-synoptische Tiefen Verteilungen berechnet werden. Unter einer quasi
synoptischen Bathymetrie wird also der horizontale Schnitt durch die kontinuierliche Raum-
Zeit-Bathymetrie verstanden (MlLBRADT 2011).